Deschamps-Nachfolge
Plötzlich bremst Frankreich-Boss Zidane-Hammer
Paris. Noch zwei Spiele, dann fällt bei Frankreich eine Ära endgültig der Schlusspfiff! Didier Deschamps verabschiedet sich nach der WM als Teamchef -am liebsten mit seinem nächsten Titel. Der 56-Jährige hat längst Geschichte geschrieben: 1998 wurde er als Kapitän Weltmeister, 2018 führte er "Les Bleus" als Trainer zum WM-Triumph. Dieses Kunststück gelang zuvor nur Franz Beckenbauer und Mario Zagallo. Zwei WM-Titel als Teamchef schaffte bislang überhaupt nur Italiens Vittorio Pozzo (1934 und 1938). Nun stellt sich die große Frage: Wer tritt in diese gewaltigen Fußstapfen?
Trainer-Entscheidung erst nach der WM
Die Antwort scheint längst bereit zu stehen: Zinédine Zidane gilt als haushoher Favorit. Für mächtig Wirbel sorgte zuletzt allerdings FFF-Präsident Philippe Diallo, als er andeutete, den Nachfolger bereits zu kennen. Die Aussage heizte die Zidane-Spekulationen an und soll auch Deschamps verärgert haben.
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Gegenüber "L'Équipe" ruderte Diallo nun zurück. Er betonte, dass sein Satz überinterpretiert und falsch verstanden worden sei. Er habe damit keinen konkreten Namen gemeint, sondern lediglich seine Pflicht als Präsident betont, nach Deschamps' Rücktrittsankündigungvorausschauend für die Zukunft zu planen. Aus Respekt vor Deschamps und dessen Team, werde bis zum Turnierende absolute Diskretion gewahrt. An Zidanes Favoritenrolle ändert das jedoch nichts. Der Weltmeister von 1998 bleibt die klare Wunschlösung - offiziell verkündet werden soll der neue Teamchef aber erst nach dem Ende der Weltmeisterschaft.
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