HAFTSTRAFEN DROHEN

Flugzeug-Besatzung in Graz von Laser geblendet

Glasterminal und Tower des Flughafens Graz.
© Getty Images
Pilot machte ein Touch-and-Go-Manöver, eine Landung mit sofortigem Durchstarten, ohne dass das Flugzeug zum Stillstand kommt.
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Graz. Die Besatzung eines Privatflugzeuges ist während eines Trainingsflugs beim Anflug auf den Flughafen Graz von Laserstrahlen geblendet worden. Der Vorfall passierte bereits Donnerstagabend, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Sonntag mit. Die Piloten konnten den Flug nach einem Manöver fortsetzen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt.

Laserpointer
© Wikipedia

Das zweimotorige Privatflugzeug kam von Wiener Neustadt mit dem Ziel Graz. Gegen 22.10 Uhr befand sich die mit drei Personen besetzte Maschine im Landeanflug auf den Flughafen Graz, als die Besatzung in einer Höhe von rund 500 Metern mehrmals von einem grünen Laserstrahl geblendet wurde.

Suche nach Tätern in Grazer Innenstadt

Der 47-jährige Fluglehrer und seine beiden Flugschüler reagierten laut Polizei besonnen und konnten den Flug sicher fortsetzen. Dabei führte der 35-jährige Pilot ein sogenanntes "Touch-and-Go-Manöver" am Flughafen Graz durch und setzte den Trainingsflug anschließend ohne Zwischenfälle in Richtung Süden fort.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Aufgrund der erheblichen Gefährdung durch Laserblendungen verständigte die Flugbesatzung aber per Funk die Austro Control. Diese erstattete Anzeige bei der Polizei. Eine Fahndung nach dem oder den bisher unbekannten Tätern im Bereich der Grazer Innenstadt verlief ohne Erfolg.

Haftstrafen drohen

Die Polizei wies darauf hin, dass das gezielte Anstrahlen eines Luftfahrzeuges mit einem Laserpointer schwerwiegende Folgen haben kann. Bereits das Blenden eines Luftfahrzeuges kann eine erhebliche Gefahr für Besatzung und Passagiere darstellen. Das österreichische Strafrecht sieht dafür Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren vor. Führt eine derartige Tat zu weiteren schwerwiegenden Folgen, können sogar noch höhere Strafen drohen.

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