Nach Stocker-Sager

"Es reicht!" – Wut-Demo vorm Kanzleramt

Viele Menschen versammeln sich bei einer Frauen-Demo, halten Schilder und Plakate hoch.
© oe24.TV
Nach dem Stocker-Skandal-Sager demonstrierten heute 200 Personen vor dem Bundeskanzleramt. Mit dabei: Stefanie Fladenhofer, die mit ihrer Frage an den Kanzler den Stein ins Rollen brachte.
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Mit seinem Kinderbetreuungs-Sager schoss sich Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) bei vielen Frauen ins Aus. "Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit", sagte er vergangene Woche bei seiner Österreich-Tour. Er habe seine Kinder nicht als Rechenbeispiel erzogen.

Große Gruppe von Menschen versammelt sich bei Sonnenschein zu einer Frauen-Demo in einer Stadt.
Frauen-Demo in Wien. © oe24.TV

Knapp 12 Stunden später folgte die Entschuldigung, die Debatte ist aber nach wie vor am Köcheln. Am Montag folgte eine Spontandemo von "Frauen*Streiken" vor dem Bundeskanzleramt. Man will dem Kanzler zeigen, "wer die wichtigste Arbeit in Österreich leistet", hieß es im Vorfeld der Demo. Denn: "Es reicht!".

Eine Frau wird interviewt, im Hintergrund hält jemand ein gelbes Protestplakat hoch.
Stefanie Fladenhofer brachte mit ihrer Fragen den Stein ins Rollen. © oe24.TV

Auch Stefanie Fladenhofer, sie brachte mit ihrer Kinder-Frage bei der Österreich-Tour den Stein ins Rollen, war bei der Demo vor Ort. Im oe24.TV-Interview erklärte sie: "Es wird an allen Ecken und Enden kleingeredet. Und es gehört mehr darüber geredet, damit endlich etwas passiert.". Sie hoffe, "dass es endlich auf den Tisch kommt". Ob die Entschuldigung Stockers reicht? "Nein", so "Steffi" im Interview. Und: "Liebe bezahlt keine Rechnungen".

Stocker selbst konnte die Demo allerdings nicht von seinem Büro aus beobachten. Der Kanzler weilte am Montag in der Türkei, um Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu treffen.

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