Nach Stocker-Sager
"Es reicht!" – Wut-Demo vorm Kanzleramt
Mit seinem Kinderbetreuungs-Sager schoss sich Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) bei vielen Frauen ins Aus. "Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit", sagte er vergangene Woche bei seiner Österreich-Tour. Er habe seine Kinder nicht als Rechenbeispiel erzogen.
Knapp 12 Stunden später folgte die Entschuldigung, die Debatte ist aber nach wie vor am Köcheln. Am Montag folgte eine Spontandemo von "Frauen*Streiken" vor dem Bundeskanzleramt. Man will dem Kanzler zeigen, "wer die wichtigste Arbeit in Österreich leistet", hieß es im Vorfeld der Demo. Denn: "Es reicht!".
Auch Stefanie Fladenhofer, sie brachte mit ihrer Kinder-Frage bei der Österreich-Tour den Stein ins Rollen, war bei der Demo vor Ort. Im oe24.TV-Interview erklärte sie: "Es wird an allen Ecken und Enden kleingeredet. Und es gehört mehr darüber geredet, damit endlich etwas passiert.". Sie hoffe, "dass es endlich auf den Tisch kommt". Ob die Entschuldigung Stockers reicht? "Nein", so "Steffi" im Interview. Und: "Liebe bezahlt keine Rechnungen".
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Stocker selbst konnte die Demo allerdings nicht von seinem Büro aus beobachten. Der Kanzler weilte am Montag in der Türkei, um Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu treffen.
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