Niedrigwasser
Gefechtsspuren im Donaugrund
Hobby-Historiker Rudolf Enengel vom Geschichtskreis Ardagger rekonstruiert die letzten Kriegstage: Amerikanische Panzereinheiten standen dem Schiff am gegenüberliegenden Ufer gegenüber, ein Gefecht brach aus.
Kriegswracks tauchen auf
Durch den Beschuss manövrierunfähig gemacht, wurde das Schiff schließlich von deutschen Truppen selbst versenkt – um es dem Gegner nicht in die Hände fallen zu lassen.
Bergung militärisch unmöglich
Frühere Bergungsversuche der Wracks scheiterten an den Gegebenheiten des Flussbetts. „Das hat sich im Laufe der Jahrzehnte so in das Schotterbett abgesenkt, dass es fast unmöglich ist, die Wracks zu bergen", so Enengel. Ein Restrisiko für die Schifffahrt bleibe zwar bestehen, eine vollständige Ausgrabung wäre jedoch ein massiver logistischer Aufwand.
Keine Gefahr durch Munitionsreste
Bürgermeister Johannes Pressl gibt Entwarnung: Die Schiffswracks wurden bereits vor langer Zeit fachgerecht entschärft, von den Relikten geht keine akute Gefahr mehr aus.
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Anziehungspunkt für Geschichtsinteressierte
Wie etwa Michael Scharfmüller aus Ybbs an der Donau, der die seltene Gelegenheit nutzte: „So oft ist das Wasser nicht so niedrig wie jetzt." Alle paar Jahre taucht dieses stumme Mahnmal aus den letzten Kriegstagen wieder auf.
Stumme Zeugen von 1945
Fazit: Die Donau gibt selten preis, was die Geschichte einst unter Wasser begrub – ein stiller Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs.
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