Bomben-Stopp
Geht den USA im Iran die Munition aus?
Eigentlich sollte am Freitag ein massiver US-Schlag gegen den Iran beginnen. Doch US-Präsident Donald Trump hat die massive Eskalation des Militäreinsatzes gegen die Mullahs vorerst verschoben. In den vergangenen drei Nächten haben die USA ihre Angriffe komplett eingestellt. Nach Informationen von US-Regierungsvertretern gibt es zwei Hauptgründe für den plötzlichen Stopp: Es laufen wieder diplomatische Bemühungen, um die Straße von Hormuz zu öffnen – und in Washington tobt ein Streit über die schrumpfenden Munitionsbestände der USA.
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Streit um sinkende Raketen-Bestände
Laut dem "Wall Street Journal" informierte General Dan Caine (57), der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, das Weiße Haus über sinkende Bestände an Flugabwehr-Abfangraketen. Caine sieht die niedrigen Bestände zwar nicht als direkts Hindernis für große Kampfhandlungen, betonte jedoch, dass das Risiko dadurch steige. Die Situation könnte für die USA zu einem großen Problem werden. Seit dem Kriegsbeginn mit dem Iran wurden bereits mindestens 1.500 Patriot-Abfangraketen verbraucht, womit den Vereinigten Staaten weniger als 1.000 Stück bleiben. Analysten warnen, dass diese hohe Zahl an verbrauchten Raketen die weltweite Fähigkeit der USA schwächen könnte, Gegner – wie etwa auch China – abzuschrecken. Trump selbst bestreitet ein Munitionsproblem. In einer Stellungnahme beharrte der Präsident: "Wir haben weit mehr Munition als irgendjemand sonst auf der Welt, und weit mehr, als wir brauchen."
Trump hofft auf einen Deal
Am Freitag signalisierte Trump schließlich, dass die Diplomatie wieder eine Option sei. "Es gibt einen militärischen Ausweg", sagte der US-Präsident zu Reportern. "Oder es gibt eine klügere Strategie, bei der man einen Deal macht. Und sie wollen einen Deal machen." Mehrere Golfstaaten versuchten daraufhin, die Diplomatie wiederzubeleben – darunter auch Oman, dessen Diplomaten am Freitag Teheran besuchten.
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