Krankheitsbekämpfung

Google plant 32 Millionen Moskitos freizulassen

EU leitet neues Verfahren gegen Google ein
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Google zieht in den Kampf gegen gefährliche Stechmücken. Der Tech-Gigant will innerhalb von zwei Jahren 32 Millionen Moskitos freilassen. Dafür hat das Unternehmen nun eine Genehmigung bei den Behörden beantragt.
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Mit dem Projekt "Debug" will Google die Zahl von gefährlichen Mücken, die Krankheiten wie Dengue-Fieber, Zika, Chikungunya oder das West-Nil-Virus verbreiten können, verringern. Dabei hat der Tech-Gigant einen klaren Plan.

Der Tech-Gigant will ausschließlich männliche Moskitos freilassen, weil diese nicht stechen. Zusätzlich erhalten die Männchen das natürlich vorkommende Bakterium Wolbachia. Dadurch entsteht nach der Paarung kein lebensfähiger Nachwuchs, und die Anzahl der Mücken sinkt schrittweise.

Erfolgreich in Singapur

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Google hat den Antrag bei der US-Umweltschutzbehörde EPA eingereicht und wird überprüft. Dieser sieht vor, dass in Florida und Kalifornien bis zu 16 Millionen Moskitos pro Jahr freigelassen werden. Bürger und Experten können vor der endgültigen Entscheidung ihre Meinungen zum Antrag äußern.

Die Methode wurde schon in mehreren Ländern getestet. In Singapur war ein ähnliches Projekt sehr erfolgreich. Lokale Behörden meldeten, dass die Mückenbestände sinken und die Zahl von Dengue-Infektionen in den betroffenen Gebieten rückgängig sei.

Diskussionen wegen des Projekts

Doch das Projekt von Google sorgt für viel Diskussion. Kritiker sehen dies als ein mögliches Risiko für das lokale Ökosystem. Sie fordern genaue Prüfung der Langzeitfolgen. Befürworter argumentieren, dass das Projekt gezielt krankheitsübertragende Mücken bekämpfen würde und weniger gesundheitsgefährdende Insektizide benötigt werden.

Das Projekt "Debug" kommt aus der Innovationssparte von Googles Mutterkonzern Alphabet. Forscher wollen mithilfe von sogenannten "Moonshot"-Projekten große gesellschaftliche Probleme lösen. Für Alphabet ist "Debug" nur ein Teil einer breiteren Strategie, um in anderen Zukunftsfeldern wie Gesundheit, Biotechnologie und künstliche Intelligenz zu investieren.

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