770-Kilo-Gigant

Größter Hai der Welt bedroht beliebte Urlaubsregion

Ein Weißer Hai schwimmt im klaren blauen Wasser des Ozeans.
© ullstein bild via Getty Images
Nach monatelanger Funkstille gibt es im Atlantik wieder ein Lebenszeichen vom größten jemals im westlichen Nordatlantik besenderten männlichen Weißen Hai.
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Das auf rund 30 Jahre geschätzte Raubtier hat sich bei Wissenschaftlern zurückgemeldet und befindet sich offenbar auf Wanderung nach Norden. Seit April hatten Forscher der gemeinnützigen Organisation Ocearch vergeblich auf eine Ortung des Hai-Kolosses gewartet. Mitte Juli empfingen die Wissenschaftler schließlich ein sogenanntes "Z-Ping". Dieses Signal entsteht genau dann, wenn die Rückenflosse des Tieres kurzzeitig die Meeresoberfläche durchbricht.

Obwohl der Sender am 10. Juli nicht lange genug über Wasser war, um eine exakte Position zu berechnen, steht fest: Der Gigant ist aktiv. "Contender" misst mehr als vier Meter und bringt imposante 770 Kilogramm auf die Waage und gilt als größter Weißer Hai der Welt. Im Jänner 2025 war das Tier vor der Küste des US-Bundesstaates Georgia erstmals mit dem Peilsender ausgestattet worden.

Nach Einschätzung der Meeresbiologen dürfte sich der Raubfisch von der Lagune Pamlico Sound in North Carolina nun weiter in Richtung Norden bewegen. Typische Ziele für diese Jahreszeit sind die beliebten Urlaubsgerionen rund um die Gewässer vor Cape Cod im US-Bundesstaat Massachusetts oder die kanadische Atlantikküste.

Urlaubs-Hotspot in Gefahr

In diesen Regionen finden Weiße Haie im Sommer und Frühherbst ideale Wassertemperaturen sowie reichlich Nahrung vor. Besonders Robben und große Fischarten locken die Tiere in die Meeresgebiete rund um die beliebten Ferienorte. Cape Cod zählt dabei zu den bekanntesten Sommerreisezielen an der amerikanischen Ostküste.

Trotz der beeindruckenden Maße des Hais betonen Fachleute, dass kein Anlass zur Sorge besteht. Weiße Haie nutzen diese Routen entlang der Ostküste seit Jahrzehnten. Dank moderner Ortungstechnik lassen sich die Bewegungen der Tiere heute lediglich transparenter verfolgen als früher

ORLEANS, MASSACHUSETTS - JULY 26: A flag with a shark warning flies as beachgoers depart July 26, 29023 at Nauset Beach in Orleans Massachusetts. With the seal population increasing along Cape Cod, shark sitings have become more common on the beaches as sharks hunt their primary food source. (Photo by Robert Nickelsberg/Getty Images)
© Getty Images

Laut Ocearch-Gründer Chris Fischer liefert jedes empfangene Signal wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der ausgewachsenen Tiere und den Schutz der Population. Über Initiativen wie den "Ocearch Shark Tracker" oder die App "Sharktivity" der Atlantic White Shark Conservancy können sich Interessierte und Urlauber jederzeit über aktuelle Sichtungen informieren.

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