Zwei Verletzte
Häftling attackierte Wärter: Ein Opfer schwer verletzt
NÖ. In der Justizanstalt Stein bei Krems sind am Freitagvormittag zwei Justizwachebeamte bei einem Angriff durch einen Häftling verletzt worden. Einer der Beamten musste mit schweren Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, der zweite konnte nach einer Erstversorgung in häusliche Pflege entlassen werden. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 23-jährigen russischen Staatsangehörigen, der erst seit kurzer Zeit in der Justizanstalt untergebracht war.
Taser bei Einsatz verwendet
Der Häftling galt als besonders gefährlich und war nach einem früheren gewalttätigen Vorfall bereits in die Sicherheitsabteilung verlegt worden. Dort soll er einen Justizwachebeamten plötzlich und ohne Vorwarnung mit einem Faustschlag attackiert haben. Mehrere Mitglieder der Justizwache-Einsatzgruppe griffen ein, um den Mann unter Kontrolle zu bringen. Dabei musste auch ein Taser eingesetzt werden. Der angegriffene Beamte erlitt schwere Verletzungen im Gesichtsbereich, unter anderem besteht der Verdacht auf einen Nasenbeinbruch. Ein weiterer Beamter zog sich bei dem Einsatz eine schwere Rippenprellung zu.
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Gewerkschaft fordert mehr Personal
Nach dem Vorfall übte die Justizwachegewerkschaft scharfe Kritik an der Personalsituation. Gewerkschafter Wolfgang Graf sprach von einer Folge des anhaltenden Personalmangels und verwies darauf, dass in der Justizanstalt Stein derzeit nur rund 84 Prozent der vorgesehenen Stellen besetzt seien. Vor allem während der Urlaubszeit verschärfe sich die Situation. Die Gewerkschaft fordert deshalb eine rasche personelle Aufstockung, um die Sicherheit der Bediensteten langfristig zu gewährleisten.
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