Langer Konlikt

Hammer-Mord in Grazer Palais eiskalt geplant

Zwei Polizisten stehen vor einem Gebäude; daneben ein verpixeltes Porträt einer Frau.
© 5min, Privat
Der Mord an einer 24-Jährigen in der Grazer Innenstadt war für die Staatsanwaltschaft "keine Affekthandlung". Offenbar hat der Bruder ihres Freundes die Bluttat eiskalt geplant.
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Stmk. Es habe schon ein "länger schwelender Konflikt" zwischen der 24-jährigen TU-Studentin und Musikerin und dem beschuldigten 23-jährigen Bruder des Lebensgefährten der jungen Frau - die laut albanischen Medien aus der Küstenstadt Vlora stammt - bestanden.

Dieser Streit sei laut Staatsanwaltschaft nicht plötzlich in heftigen psychischen Ausnahmezustand ohne lange Planung eskaliert, ganz im Gegenteil: Der Beschuldigte war extra zum Tatort gefahren, war mit einem Hammer bewaffnet  (den er dann auch brutal eingesetzt hat) und kam als Einbrecher in die Wohnung der jungen Frau im Palais Inzaghi am Bischofplatz.

Dem Vernehmen nach hat sich A. L. geweigert, den "Schwager" hereinzulassen und soll sich vor ihm versteckt haben, worauf der Täter über ein Fenster bzw. eine Balkontür in die Unterkunft eingedrungen sein soll.

Nichts spricht für eine Affekttat

Dies alles spricht keineswegs eine Affekttat, sondern für einen eiskalt geplanten Frauenmord. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Polizei war jedenfalls Donnerstagmittag gegen 12.40 Uhr telefonisch alarmiert worden. Polizisten fanden die 24-Jährige, die noch an Ort und Stelle an ihren Verletzungen verstarb.

Massive Gewalt gegen den Kopf

Eine Obduktion des Leichnams ergab massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf, die zum Tod führte. Der Angreifer war kurz nach der Tat im Stiegenhaus von Beamten der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) festgenommen worden. Er war voller Blut. Nach anfänglichem Leugnen legte der Bruder des Lebensgefährten der Getöteten am Samstag ein volles Geständnis ab. Über ihn wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Die genauen Hintergründe des Streits lagen auch am Sonntag noch im Dunkeln beziehungsweise wollte die Staatsanwaltschaft darüber keine näheren Auskünfte geben. Die Profile der Verstorbenen zeigen eine lebensfrohe junge und äußerst engagierte Frau, die auf der TU studierte, vielgereist, sehr musikalisch und glücklich liiert war.

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