Bestechungsverdacht

Hausdurchsuchung bei SPD-Politiker

Steffen Krach (SPD) im Anzug spricht mit Mikrofon auf einer Bühne bei einer Podiumsdiskussion.
© EPA
Ermittler durchsuchen Räumlichkeiten des Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. Der Verdacht auf Bestechlichkeit sorgt kurz vor der Wahl für Aufsehen.
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Deutschland. Am Mittwoch haben Ermittler in Berlin und Hannover mehrere Objekte durchsucht. Betroffen waren die Berliner Wohnung von SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach, die Landesparteizentrale im Stadtteil Wedding sowie Räume in Hannover. Die Aktion steht im zeitlichen Umfeld der bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September. Ein Sprecher der Region Hannover bestätigte die Razzia gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Möglicher Bestechungsverdacht gegen Steffen Krach

Wie der "Tagesspiegel" berichtet, richten sich die Ermittlungen wegen eines möglichen Bestechlichkeitsverdachts gegen Krach. Der Politiker soll in seiner Zeit als Präsident der Region Hannover zwischen Ende 2021 und Anfang 2026 Spenden von einem Träger im Gesundheitswesen erhalten haben. Im Gegenzug könnte der Träger in einem Bieterverfahren unterstützt worden sein. Offen bleibt laut dem Bericht, ob die Zuwendung an Krach persönlich oder an die regionale SPD gerichtet war. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Reaktionen aus der Partei SPD

Die Berliner SPD reagierte umgehend auf die Durchsuchungen. Ein Sprecher des Landesverbandes stellte klar, dass die Partei "die Unterstellungen in aller Entschiedenheit zurück" weise.

Ausgangslage vor der Wahl

Der Vorfall trifft die Partei mitten im laufenden Wahlkampf, in dem Krach als Spitzenkandidat antritt. In der "Insa"-Sonntagsfrage vom 4. September kam die Partei zuletzt auf 15 Prozent der Stimmen. Die CDU führte das Feld in der Umfrage mit 20 Prozent an.

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