Schlechtestes Finale

Historisch schlecht! Fans rechnen gnadenlos mit  WM-Finale ab

Lionel Messi
© Getty Images
Der Pokal ist vergeben, Spanien ist Weltmeister – doch statt Jubel über ein Fußball-Spektakel macht sich nach dem Finale vor allem eines breit: Enttäuschung.
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Das 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien war für viele neutrale Zuschauer ein echter Stimmungskiller. In den sozialen Netzwerken hagelte es heftige Kritik. Von "schlechtestes WM-Finale aller Zeiten" bis "erbärmlich" reichten die Urteile. Und diesmal sprechen nicht nur Emotionen – sondern auch die Zahlen.

Denn was die Albiceleste offensiv ablieferte, sprengt selbst für ein WM-Endspiel den Rahmen. Lionel Messi und Co. brachten es in den 90 Minuten auf keinen einzigen Schuss auf das spanische Tor. Laut Opta gab es das in der Geschichte eines WM-Finales noch nie. Der erste Abschluss? Erst in der 120. Minute – als Ferran Torres Spanien längst in der Verlängerung auf Titelkurs geschossen hatte.

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Highlights: Spanien vs. Argentinien


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Dass sich dieser Offenbarungseid anbahnte, war schon vor der Pause unübersehbar. Bei Argentinien stand zur Halbzeit ein xGoals-Wert von 0,00 auf der Anzeigetafel. Null Gefahr, null Ideen, null Durchschlagskraft. Spanien kam immerhin auf 0,23 xGoals und sorgte durch Lamine Yamal früh für den einzigen echten Aufreger der ersten 45 Minuten.

Die nächsten Zahlen lesen sich kaum besser. Laut ESPN war die Albiceleste erst die zweite Mannschaft in den vergangenen 60 Jahren, die in der ersten Hälfte eines WM-Endspiels keinen einzigen Torschuss zustande brachte. Noch krasser: Gerade einmal 17 Ballkontakte im letzten Drittel, kein einziger Kontakt im gegnerischen Strafraum. Mehr Harmlosigkeit ist auf der größten Fußball-Bühne kaum möglich.

»Dachten wohl, sie wären bei der Rugby-WM«

Kein Wunder also, dass sich der Frust der Fans schnell Bahn brach. "Das schlechteste WM-Finale, das es je gab", schrieb ein Nutzer auf X. Andere erklärten gleich das gesamte Turnier für enttäuschend. Besonders das Auftreten der Argentinier geriet ins Kreuzfeuer. Der Vorwurf: Statt Fußball gab es Zerstören, Zeitspiel und harte Zweikämpfe. Ein Kommentar brachte die Stimmung auf den Punkt: "Die dachten wohl, sie wären bei der Rugby-WM."

Spanien biss sich derweil über 100 Minuten an der tief stehenden Defensive die Zähne aus, blieb aber geduldig. In der 106. Minute platzte schließlich der Knoten. Ferran Torres nutzte eine der wenigen klaren Chancen des Abends und schoss die Iberer zum WM-Titel nach 2010.

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