Nach DNA-Probe
Irre Wende im Wal-Drama um "Timmy"
Handelt es sich bei dem toten Meeressäuger, der vor Wochen an die dänische Küste auf Anholt angespült wurde, vielleicht doch nicht um den Buckelwal "Timmy"? Dies soll laut einem Bericht der "Bild" eine DNA-Analyse beweisen. Die Analyse stimmt nicht mit den "Timmy"-Proben überein. Am Mittwoch, dem 22. Juli, soll eine Pressekonferenz Klarheit schaffen.
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Mitte Mai wurde an die Küste von Anholt ein toter Buckelwal angespült. Am Kadaver befand sich jener GPS-Sender, den der amerikanische Wal-Experte Jeff Forster "Timmy" vor der Freilassung an seiner Rückenflosse angebracht hatte. Neben der Seriennummer des Senders stimmten auch Verletzungsmuster und der Verlauf der Schwanzflosse überein.
DNA-Proben stimmen nicht überein
Zwei DNA-Proben sollten die Identität nachweisen. Forster hatte vor der Freilassung von "Timmy" eine Gewebeprobe entnommen. Die zweite wurde von Mitgliedern der privaten Wal-Initiative am Strand von Anholt eingesammelt. Wie die "Bild" nun berichtet, sollen diese Proben nicht miteinander übereinstimmen.
Jedoch gibt es einige Fragezeichen. Die Probenentnahmen erfolgten ohne unabhängige Zeugen und der Versand ans Labor wurde nicht überwacht. Zusätzlich hatten weder Mecklenburg-Vorpommern noch das Meeresmuseum Stralsund eigene Proben entnommen. Das Museum verzichtete auf eine Entnahme, als "Timmy" vor der Insel Poel gestrandet war. Laut eigenen Angaben wollte man das Tier nicht zusätzlich stressen.
Pressekonferenz soll Klarheit schaffen
Am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, soll gegen 14.00 Uhr eine Pressekonferenz Klarheit schaffen, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die genaue Teilnehmerliste ist derzeit noch unbekannt. Sicher ist, dass Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) und das Meeresmuseum aus Stralsund nicht dabei sein werden.
Meeresbiologe Robert Marc Lehmann soll laut "Merkur.de" auf YouTube sich schon in der Vergangenheit kritisch über die gesammelten DNA-Proben geäußert haben. Die erste Probe zeigte, dass es sich um ein Männchen handelt. Jedoch war der vor Anholt gestrandete Wal ein Weibchen. Lehmann fragte sich: "Wer hat wann wie, wo, mit wem eine DNA-Probe genommen? Wo wurde die analysiert? Was ist dabei rausgekommen und darauf gibt es keine Antworten? Das finde ich komisch. Da wurde gelogen oder irgendwas versaubeutelt."
In Deutschland sorgte der Buckelwal "Timmy" monatelang für Aufregung. Das Tier strandete mehrmals an der Ostseeküste vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Eine private Initiative transportierte den Wal Richtung Nordsee und setzte ihn im Skagerrak frei. Zunächst wurde über den Zustand von "Timmy" gerätselt, bis der Kadaver vor Anholt auftauchte.
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