Im Video
Kanzler mit Kopftuch-Klartext
Laut Bildungsministerium hält sich die große Mehrheit an das neue Kopftuchverbot. Gleichzeitig gibt es laut Kanzler Christian Stocker Fälle, in denen sich Eltern "quer stellen".
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Stocker spricht von Konsequenzen
In einem Video betont Stocker, dass Mädchen in Österreich frei aufwachsen sollen. "Hier geht es nicht um Religion, sondern um den Schutz der Mädchen", so Stocker.
"Und wenn Eltern ihren minderjährigen Töchtern das Kopftuch aufzwingen, ist Österreich nicht das richtige Land für sie. Unsere Regeln gelten für alle, die in diesem Österreich leben. Und wenn sie nicht eingehalten werden, dann muss man mit Konsequenzen rechnen."
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Rund 80 Verstöße bekannt
Seit Beginn des Schuljahres dürfen Mädchen unter 14 Jahren auf dem Schulgelände laut Gesetz nicht "das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllt" tragen. Nach rund zwei Wochen sind österreichweit etwa 80 Verstöße bekannt. Allein in Wien wurden 55 Fälle registriert.
Werden Schülerinnen mit Kopftuch angetroffen, ist zunächst ein vertrauliches Gespräch mit der Klassenlehrkraft vorgesehen. Legt das Mädchen das Kopftuch danach nicht ab, muss "unverzüglich" die Schulleitung eingeschaltet werden. Diese informiert anschließend die Eltern über die Regelung.
Weitere Schritte bei Verstößen
Führt auch das zu keiner Lösung, kommt die Bildungsdirektion ins Spiel. Laut Ministerium ist das bisher nur in "einige Fälle" notwendig geworden. Erst wenn auch dieser Schritt ohne Erfolg bleibt, kann eine Anzeige folgen.
Bei weiteren Verstößen sind Geldstrafen von bis zu 800 Euro möglich. Bisher kam es in Niederösterreich zu einer Anzeige.
Bauer reagiert auf Influencer
Für Aufregung rund um das Verbot sorgte zuletzt auch Influencer und Reality-Star Erik "Satansbratan" Seidl mit einem Social-Media-Video. Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) reagierte darauf mit einem eigenen Clip und eröffnete diesen mit den Worten: "Oida, ich hab das echt so satt!"
Bauer widerspricht darin den Aussagen des Influencers und verteidigt das Verbot. "Wir wollen, dass Mädchen sichtbar und selbstbestimmt in Österreich aufwachsen können", erklärte die Ministerin.
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