Mitten im Atlantik

Kein Flughafen, nur 9 Nachnamen: Das ist die einsamste Insel der Welt

Satellitenbild einer grünen, runden Insel mit zentralem Vulkan, umgeben vom Meer.
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Nur rund 250 Einwohner und tausende Kilometer Ozean in jede Richtung: Tristan da Cunha gilt als der abgelegenste bewohnte Ort unseres Planeten. Wie das Leben mitten im Nirgendwo abläuft.
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Wer dem Alltagsstress entfliehen will, findet auf Tristan da Cunha die ultimative Zuflucht. Die kleine Vulkaninsel mitten im Südatlantik liegt rund 2.800 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt. Eine Landebahn für Flugzeuge sucht man vergebens – wer die Insel besuchen möchte, muss eine tagelange Schiffsreise auf sich nehmen.

Britisches Überseegebiet mit dramatischer Vergangenheit

Politisch gehört das Eiland als Überseegebiet direkt zur britischen Krone (St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha). Die Geschichte der Besiedlung reicht ins Jahr 1816 zurück, als Großbritannien die Insel annektierte, um eine mögliche Befreiung Napoleons von seiner Exilinsel St. Helena zu verhindern.

Kleine Häuser mit roten Dächern vor steilen, grünen Bergen und bewölktem Himmel.
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Ein historischer Wendepunkt folgte 1961: Der Inselvulkan brach aus, zerstörte Teile der Infrastruktur und die gesamten Bewohner mussten nach England evakuiert werden. Nach zwei Jahren im Exil kehrte die Mehrheit der sturmerprobten Inselbewohner freiwillig in ihre Heimat zurück.

250 Bewohner, nur 9 Nachnamen

In der einzigen Siedlung der Insel, die den stolzen Namen "Edinburgh of the Seven Seas" trägt, leben rund 250 Menschen. Das Leben in dieser winzigen Gemeinschaft folgt eigenen Regeln. Die Bewohner stammen größtmalig von wenigen Ursiedlern und Schiffbrüchigen ab – es gibt auf der gesamten Insel überhaupt nur rund neun verschiedene Nachnamen!

Kleine Hafenanlage mit Wellenbrechern an einer felsigen Küste, dahinter grüne Wiesen.
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Versorgung nur einmal im Monat per Frachtschiff

Supermärkte oder schnelle Online-Lieferungen gibt es hier nicht. Nur etwa einmal im Monat steuert ein Frachtschiff aus Kapstadt (Südafrika) das Eiland an, um Lebensmittel, Post und Treibstoff zu bringen. Die Inselbewohner ernähren sich größtenteils als Selbstversorger durch Viehzucht, den Anbau von Kartoffeln und den Export von Langusten.

Wer trotz der extremen Abgeschiedenheit eine Reise wagt, wird mit einer unberührten Natur, vulkanischen Kraterseen und einer einzigartigen Tierwelt belohnt.

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