Neue Enthüllungen
"Kleiner Scheißer": Trump-Minister beschimpft Selenskyi
"Mr.Bean auf Crack"
Die Vorwürfe stammen aus dem Buch "Regime Change" der Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan. Demnach fielen die verbalen Attacken in einem Gespräch zwischen Scott Bessent und Donald Trump vor dem Besuch des ukrainischen Staatschefs im Weißen Haus.
Bessent bezeichnete Selenskyj dabei als Problemfall und zog im Gespräch einen Vergleich zu einem britischen Komiker. "Ich habe diesem kleinen Scheißer gezeigt, wo's langgeht", sagte Bessent laut dem Buch wörtlich und fügte hinzu: "Mit dem ist es nicht einfach. Für die Europäer ist er so etwas wie das Sorgenkind. Und er benimmt sich wie Mr. Bean auf Crack." Der Finanzminister empfahl dem US-Präsidenten, das Treffen so lange aufzuschieben, bis ein umstrittenes Rohstoff-Abkommen unterzeichnet sei.
Streit um das Rohstoff-Abkommen
Das besagte Abkommen wurde monatelang verhandelt und sah einen Investitionsfonds für den Wiederaufbau der Ukraine sowie US-Beteiligungen an der Erschließung ukrainischer Rohstoffe wie Seltenen Erden, Öl und Gas vor. Der Streitpunkt lag darin, dass Kiew den Vertrag an konkrete US-Sicherheitszusagen gegen russische Angriffe knüpfen wollte, was Washington strikt ablehnte.
Trotz der Spannungen einigten sich beide Seiten am 25. Februar 2025 auf einen Rahmenvertrag. Nach einem öffentlichen Streit im Oval Office kam es jedoch vorerst nicht zur geplanten Unterschrift, woraufhin Selenskyj de facto aus dem Weißen Haus geworfen wurde. Erst Ende April wurde das Abkommen schließlich unterzeichnet. Bessent äußerte sich später gegenüber der Agentur Bloomberg und sprach von einem "diplomatischen Eigentor" Selenskyjs. Er zeigte sich schockiert darüber, wie respektlos der ukrainische Präsident das amerikanische Volk behandelt habe.
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Eskalation bei Treffen in Kiew
Bereits ein früheres Treffen der beiden Politiker in Kiew war laut den Autoren komplett aus dem Ruder gelaufen. In einem 45-minütigen Gespräch machten sich beide Männer gegenseitig Vorwürfe, wobei Bessent lautstark fragte: "Was zur Hölle willst du machen?" Die Verhandlungen stockten daraufhin. Schließlich prüfte Usha Vance, die Ehefrau von JD Vance, die ukrainischen Änderungswünsche, bezeichnete diese als "schrecklich" und überarbeitete den Vertrag umfangreich. Für die Reporterin Maggie Haberman ist dies nicht die erste Enthüllung über die Zustände in Washington; sie berichtete bereits in der Vergangenheit über heruntergespülte Geheimdokumente sowie über teure Dinner-Verkäufe im Wahlkampf 2022.
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