Privat wie nie

Klopp spricht emotional über verstorbenen Vater

Jürgen Klopp
© APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
Jürgen Klopp lässt tief in sein Privatleben blicken. Bald startet er als neuer deutscher Bundestrainer, doch davor teilt er Erinnerungen an seinen toten Vater und einen geplatzten Berufstraum.
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In einem exklusiven "MagentaTV"-Gespräch präsentiert sich der ehemalige Coach des FC Liverpool von einer privaten Seite. Bevor er sein neues Amt als deutscher Bundestrainer antritt, offenbart der Kult-Trainer ein überraschendes Detail aus seinen jungen Jahren.

Eigentlich hatte Klopp einen ganz anderen Karriereweg im Sinn. "Ich wollte eigentlich Arzt werden", gibt er unumwunden zu. Als er das Abitur in der Tasche hatte und die Tür zum Profisport aufging, fiel die Wahl jedoch auf den Rasen. Der Coach schildert: "Medizin wäre zu intensiv gewesen. Das hätte ich mir neben dem Fußball nicht zugetraut." Den Weg für seine gigantische Trainerlaufbahn ebnete schließlich ein Studium der Sportwissenschaften.

Trauer um den Papa

Spürbar nahe geht dem Coach das Thema Familie. Sein Vater Norbert schlug einst ein Profi-Angebot des 1. FC Kaiserslautern aus. "Das hat er definitiv auf mich projiziert", meint der heutige Star-Trainer rückblickend. Dass sein größter Unterstützer kurz vor Klopps Trainer-Premiere bei Mainz 05 verstarb und den Aufstieg seines Sohnes nicht mehr miterlebte, sitzt tief. Der Gedanke daran kommt immer wieder hoch: "Immer dann, wenn so ein spezieller Moment in meiner Karriere war, war schon relativ früh der Gedanke da, dass er das selber gerne miterlebt hätte."

Trost durch den Glauben

Sein christlicher Glaube gibt ihm in solchen Momenten Halt. Er ist davon überzeugt, dass sein Papa das Geschehen nun von der "absolut besten VIP-Tribüne aller Zeiten" aus betrachte. Mit einer rührenden Danksagung richtet er sich an seinen Mentor: "Meine Schnelligkeit, mein Volley und mein Kopfballspiel – genau das hat er sonntagmorgens mit mir trainiert. Das hat meine Karriere überhaupt erst möglich gemacht."

Zeit für den Enkel

Abseits des Fußballs liegt Klopps Fokus heute auf seinem dreijährigen Enkelkind. Wenn der Kleine quengelig wird, nutzt der Opa einen simplen Trick: "Dann frage ich auch schon mal, wo man Eis essen kann." Mit sich und seiner Karriere ist der Deutsche im Reinen. "Die Beschwerdeabteilung, was mein Leben betrifft, ist schon lange geschlossen", bilanziert er. Sein persönliches Motto macht deutlich, wie er den Erfolg erreicht hat: "Du hast an dich selbst die Erwartung, alles zu geben. Das bedeutet nicht, dass man alles bekommt. Aber es ist die einzige Chance, überhaupt etwas zu kriegen."

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