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Kroatien: Neues Schild warnt vor tödlicher Gefahr
Doch hinter der idyllischen Postkartenkulisse verbirgt sich eine lebensgefährliche Falle, auf die die Behörden nun mit drastischen Maßnahmen reagieren. Am Eingang der beliebten Badestelle wurde ein offizielles, zweisprachiges Warnschild auf Kroatisch und Englisch installiert, um alle Besucher rechtzeitig zu warnen.
Die Botschaft auf dem neuen Schild ist unmissverständlich: "Gebiet mit hohem Risiko – Wellen können Sie ins Meer reißen!". Das Schwimmen außerhalb des abgesperrten Bereichs erfolgt laut der behördlichen Warnung ab sofort ausschließlich auf eigene Gefahr. Damit reagiert die Stadtregierung auf eine erschreckende Kette von Tragödien, die sich an diesem Küstenabschnitt ereignet haben.
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Erschreckende Bilanz des Rettungsschwimmers
Wie gefährlich das Felsbad tatsächlich ist, verdeutlicht die Bilanz des bekannten Dubrovniker Rettungsschwimmers Dominko Radić. Seit dem Beginn seiner Einsätze in diesem Gebiet haben bereits rund achtzehn Menschen an den Klippen der Buža ihr Leben verloren. Die Ursachen für die tödlichen Unfälle sind vielfältig und reichen von folgenschweren Stürzen über plötzliches Ertrinken bis hin zu Badegästen, die von unberechenbaren Wellen direkt von den Klippen gerissen wurden.
Besonders der Jahresbeginn zeigte die unbarmherzige Seite der Natur an diesem Küstenstreifen. Am 2. Jänner ereignete sich ein besonders dramatischer Unfall, als ein bosnischer Staatsbürger beim Fotografieren mit seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern von einer Riesenwelle ins Meer gespült wurde. Trotz der sofort eingeleiteten Großfahndung konnte der Mann nur noch tot geborgen werden.
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Dramatische Rettungsversuche scheitern an Brandung
Der Rettungseinsatz am 2. Jänner verdeutlichte zudem die extremen Bedingungen vor Ort. Kräfte der Hafenbehörde, der Seepolizei, der Bergrettung sowie Feuerwehr und Taucher standen vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Die Wellen peitschten derart heftig gegen die historischen Stadtmauern, dass sich kein Rettungsboot der Unfallstelle gefahrlos nähern konnte. Die Leiche des Mannes musste schließlich Stunden später vor der Festung Lovrijenac aus der aufgewühlten Adria geborgen werden.
Die Gefahrenzone wird durch die Gegebenheiten des Geländes zusätzlich verschärft. Da sich das Felsbad direkt unterhalb der steilen Stadtmauern befindet, ist der Zugang für Rettungsmannschaften extrem erschwert. Im Ernstfall verlieren Notärzte, Bergretter und die Seepolizei wertvolle Minuten auf dem Weg zu den Verunglückten – eine Verzögerung, die über Leben und Tod entscheidet.
Der gefährliche Hype um das perfekte Urlaubsfoto
In den vergangenen Jahren hat sich die Situation durch den Boom der sozialen Medien massiv verschärft. Um spektakuläre Aufnahmen für Plattformen wie Instagram oder TikTok zu machen, klettern viele Touristinnen und Touristen auf die rutschigen Felsen und ignorieren die verborgenen Gefahren unter Wasser. Neben Riffen und unberechenbaren Wassertiefen sorgen plötzliche Strömungen immer wieder für schwere Verletzungen wie Kopf- und Rückenwirbeltraumata, die oft bleibende Schäden nach sich ziehen.
Das neue Warnschild listet daher klare Verhaltensregeln auf, um weitere Tragödien zu verhindern:
- Ein absolutes Verbot für das Springen von den Klippen.
- Besondere Vorsichtshinweise für unerfahrene Schwimmerinnen und Schwimmer.
- Akute Lebensgefahr bei stürmischer See.
- Ein striktes Zutrittsverbot, sobald das Eingangstor verschlossen ist.
Die Adria hält die Einsatzkräfte in dieser Saison generell in Atem. Erst kürzlich kam es in Kroatien zu einem weiteren schweren Unglück, als vier Touristen – darunter zwei ehemalige Basketball-Nationalspieler – bei einem Autounfall im Meer ertranken. Die Behörden appellieren daher eindringlich an alle Urlauber, Absperrungen und Warnhinweise strikt zu beachten.
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