Kühlend
Hitze-Hack: Darum sollten Sie an heißen Tagen Koriander essen
Koriander gehört zu den Lebensmitteln, an denen sich die Geister scheiden. Während die einen das zitronig-frische Aroma lieben, erinnert es andere eher an Seife. Gerade während einer Hitzewelle lohnt es sich jedoch, dem grünen Kraut eine Chance zu geben. Denn Koriander wird in der ayurvedischen Ernährungslehre traditionell eingesetzt, um überschüssige "Hitze" im Körper auszugleichen.
Koriander gilt als echtes Cooling-Food
In der ayurvedischen Lehre werden Lebensmitteln unterschiedliche thermische Wirkungen zugeschrieben. Während scharfe Gewürze wie Chili, Pfeffer oder Ingwer als wärmend gelten, zählt Koriander zu den kühlenden Kräutern. Er soll das sogenannte Pitta-Dosha beruhigen, das mit Feuer, Hitze und Stoffwechsel in Verbindung gebracht wird.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Bund Koriander die Körpertemperatur plötzlich um mehrere Grad senkt. Wissenschaftlich ist bisher nicht eindeutig bewiesen, dass das Kraut die Kerntemperatur direkt reduziert. Sein Cooling-Effekt entsteht vielmehr durch mehrere kleine Faktoren.
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So unterstützt Koriander den Körper bei Hitze
Frische Korianderblätter bestehen zu rund 87 Prozent aus Wasser. Die Menge, die man normalerweise isst, ersetzt zwar kein Getränk, doch das Kraut passt perfekt zu wasserreichen Sommergerichten und unterstützt damit eine leichte, erfrischende Ernährung.
Gleichzeitig sorgt das zitronige, leicht herbe Aroma für ein unmittelbares Frischegefühl im Mund. Koriander wird daher nicht ohne Grund in vielen heißen Regionen der Welt großzügig verwendet – etwa in mexikanischen Salsas, indischen Chutneys oder asiatischen Salaten und Suppen.
Besonders gut passt das Kraut zu Gurken, Tomaten, Wassermelone, Limetten oder Joghurt. Diese Kombinationen liefern Flüssigkeit und fühlen sich deutlich leichter an als fettige, schwere Speisen. Das ist bei Hitze wichtig, denn große und üppige Mahlzeiten erzeugen während der Verdauung zusätzliche Wärme und können den Kreislauf belasten.
Weniger innere Hitze durch leichte Mahlzeiten
Der Körper produziert beim Verdauen Wärme. Je größer, fettiger und üppiger eine Mahlzeit ausfällt, desto stärker kann man sich danach aufgeheizt und träge fühlen. Koriander hilft zwar nicht allein gegen diese sogenannte Verdauungswärme, macht aber leichte Speisen aromatischer.
Statt schwerer Soßen oder sehr salziger Marinaden reicht häufig eine Mischung aus Koriander, Limettensaft und etwas Olivenöl. So schmecken Salate, Reisgerichte und Gemüse frisch und intensiv, ohne anschließend schwer im Magen zu liegen.
Auch die Pflanzenstoffe überzeugen
Korianderblätter enthalten verschiedene Polyphenole und weitere bioaktive Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften. Sie können den Körper dabei unterstützen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Die bisherigen Forschungsergebnisse stammen teilweise aus Labor- und Tierstudien, weshalb Koriander nicht als Heilmittel betrachtet werden sollte. Als Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung ist das Kraut dennoch eine gesunde Sommerzutat.
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