Nachbarland empört

Magyar sorgt mit Grenz-Sager für Eklat

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Aussagen des ungarischen Regierungschefs Péter Magyar zu den Grenzen Ungarns sorgen für diplomatische Reibereien mit der Slowakei.
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Magyar hatte am gestrigen Donnerstag in einer Ansprache in Budapest gemeint: "Ungarn ist das vielleicht einzige Land der Welt, das an sich selbst grenzt". Das Gebiet der heutigen Slowakei war jahrhundertelang Teil des Königreiches Ungarn gewesen, bis es nach dem Ersten Weltkrieg durch den Frieden von Trianon 1920 abgetrennt wurde.

Der slowakische Regierungschef Robert Fico und Außenminister Juraj Blanár wiesen die Worte Magyars zurück. "Markige Worte helfen heute niemandem. Sie erhöhen nur die Spannungen. Wir brauchen gesunden Menschenverstand und Pragmatismus", forderte Fico auf Facebook. Er betonte: "Im Norden grenzt Ungarn an die souveräne Slowakei, an stolze Slowakinnen und Slowaken, an eine stolze Regierung und an einen Ministerpräsidenten, der ein stolzer Slowake ist." Magyar hatte in der Ansprache ansonsten die Bedeutung guter Beziehungen zu den Nachbarstaaten betont und dabei auch die Schwächung der Visegrad-Kooperation (V4, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen) unter der Vorgängerregierung von Viktor Orbán beklagt.

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Außenminister: Trianon hat Grenzen "klar festgelegt"

Blanár wies gegenüber der slowakischen Nachrichtenagentur TASR auf die Ergebnisse des Friedensschlusses von Trianon hin, der die Grenzen "klar festgelegt" habe. Diese seien auch nach dem Zweiten Weltkrieg bestätigt worden, "als Ungarn auf der Seite der Verlierer stand", erinnerte er.

Das Königreich Ungarn verlor beim Zerfall Österreich-Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg rund zwei Drittel seines Territoriums, einschließlich großer Gebiete mit mehrheitlich ungarischsprachiger Bevölkerung. Trianon gilt zum Teil bis heute als nationales Trauma. Die Beziehung der ungarischen Regierungen zu den Minderheitengruppen in den Nachbarländern haben in den vergangenen Jahren immer wieder zu Friktionen mit den jeweiligen Regierungen geführt.

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