Attacke auf FPÖ
NEOS-Eklat: Schreiduell im Wiener Landtag eskaliert
Draußen kletterten die Temperaturen auf über 36 Grad, drinnen strapazierte die Debatte das Nervenkostüm der Abgeordneten. Eigentlich stand ein Austausch zur Europapolitik auf der Tagesordnung, weshalb auch prominente Gesichter aus dem Europaparlament geladen waren.
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Die Grüne Abgeordnete Lena Schilling verließ jedoch bereits mit einem Lachen fluchtartig den Saal, als der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss ans Rednerpult trat. Was folgte, war ein verbaler Rundumschlag des Freiheitlichen gegen die von ihm betitelte "Einheitspartei". Krauss kritisierte die Postenschacherei bei europäischen Spitzenjobs und brachte russische Geldflüsse in Verbindung mit Politikern wie Karl Nehammer oder Alfred Gusenbauer.
Der Vorwurf: "Oligarchenpartei" und "faulster Abgeordneter"
Besonders im Visier von Krauss: die Neos. Er beschimpfte sie als "Oligarchenpartei" Österreichs und zitierte Medienberichte, in denen der pinke EU-Abgeordnete Helmut Brandstätter als "faulster EU-Abgeordneter" bezeichnet worden war.
Zwischenruf sorgt für Empörung
Die Angriffe blieben im Wiener Landtag nicht unbeantwortet und lösten ein heftiges Schreiduell aus. Ein konkreter Zwischenruf aus den Reihen der Neos brachte das Fass für die FPÖ schließlich zum Überlaufen:
Der Satz "Huach zua, klaner Bua" (Hör zu, kleiner Junge) fiel in Richtung des FPÖ-Redners.
Krauss beanstandete den Spruch sofort scharf und argumentierte, dass bei einer umgekehrten Situation – etwa von der FPÖ in Richtung Lena Schilling – sofort Sexismus- und Altersdiskriminierungsvorwürfe im Raum gestanden hätten.
Der Landtagspräsident verzichtete vorerst auf einen offiziellen Ordnungsruf, da die Zwischenrufe auf dem Podium akustisch schwer zu verstehen waren. Er kündigte jedoch an, das offizielle Protokoll zu prüfen und bei einer Bestätigung entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Gleichzeitig appellierte er an die erhitzten Gemüter, die Emotionen wieder herunterzufahren.
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