Am Gardasee
Polizei geht gegen illegale Autorennen vor
Zu der Veranstaltung, für die vor allem in Deutschland geworben worden war, kamen in den vergangenen Tagen Hunderte Fahrzeuge und rund 2.000 Menschen. Die Behörden befürchteten weitere illegale Treffen und verstärkten am Wochenende ihre Kontrollen.
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Mehr als 100 Fahrer wurden identifiziert, rund 20 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung geahndet und drei Fahrzeuge mit manipulierten oder unleserlich gemachten Kennzeichen beschlagnahmt. Die Ermittlungen richten sich nun gegen die Organisatoren der sogenannten "Illegal Nights" sowie gegen Personen, die die Treffen unterstützt haben sollen. Nach Angaben der Ermittler wurden die Zusammenkünfte über soziale Netzwerke organisiert und Teilnehmer über Polizeikontrollen in Echtzeit informiert.
Spontane Zusammenkünfte auf Parkplätzen
Nach Angaben der Polizei trafen sich in der Nacht zum Samstag Hunderte Fahrzeuge aus den Provinzen Mantua und Verona an verschiedenen Orten zwischen Desenzano del Garda, Lonato del Garda, Montichiari, Mazzano und Brescia. Vor mehr als 1.000 Zuschauern zeigten Fahrer gefährliche Driftmanöver und andere riskante Fahraktionen. Die illegalen Treffen stehen im Zusammenhang mit dem genehmigten Autotreffen "Southern Gardasee - SO.GA." im nahe gelegenen Monzambano in der Provinz Mantua. Über soziale Netzwerke wurden parallel dazu spontane Zusammenkünfte auf Parkplätzen von Einkaufszentren und in Industriegebieten organisiert.
Bereits am Mittwochabend hatten sich nach Schätzungen der Behörden rund 2.000 Menschen auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Mazzano versammelt, die meisten Fahrzeuge hatten deutsche Kennzeichen. In den folgenden Nächten wechselten die Teilnehmer mehrfach den Veranstaltungsort. Die Vorführungen dauerten teils bis spät in der Nacht.
Die Polizei erklärte, durch den Einsatz seien Unfälle verhindert und der Verkehrsfluss gewährleistet worden. Derzeit werden Videoaufnahmen und Fotos ausgewertet, um neben den Fahrern auch Organisatoren und Unterstützer der Treffen zu identifizieren. Im Visier der Ermittler stehen auch Zuschauer, denen vorgeworfen wird, die Veranstaltungen begünstigt oder Polizeieinsätze behindert zu haben. Der italienische Parlamentsabgeordnete Giangiacomo Calovini (Fratelli d'Italia) kündigte an, die italienischen Botschaften in Deutschland und Österreich einzuschalten, um die Zusammenarbeit der Polizeibehörden bei der Bekämpfung des grenzüberschreitenden Phänomens zu verstärken.
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