Comeback

Ski-Star Brignone: »Ich kann nicht laufen«

Eine Skifahrerin im Rennanzug hält Ski und blickt stolz zur Seite.
© Getty Images
Zweimal Olympia-Gold, acht Monate später noch immer Probleme im Alltag. Federica Brignone spricht offen über ihre Verletzungsfolgen und ihre Zukunft.
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Der Ski-Weltcup startet ohne Federica Brignone in die neue Saison. Wenn in Sölden die ersten Riesentorläufe (Frauen am Samstag, 24. Oktober, Männer am Sonntag, 25. Oktober, jeweils 10 und 13 Uhr, live ORF 1) über die Bühne gehen, muss die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin weiter an ihrem Comeback arbeiten. Dabei sind seit ihrem Doppel-Gold bei Olympia bereits acht Monate vergangen. Doch selbst alltägliche Bewegungen bereiten der 36-jährigen Italienerin noch Probleme.

"Treppen können zum Problem werden"

"Es gibt immer noch Dinge, die ich nicht machen kann. Treppen können zum Problem werden, ich kann nicht laufen und Tennis ist weiterhin tabu", erklärte Brignone im Interview mit der italienischen Zeitung Il Giornale.

Die Verletzung liegt mittlerweile mehr als eineinhalb Jahre zurück. Im April 2025 hatte sich die Italienerin unter anderem mehrere Brüche im Bereich des Schienbein- und Wadenbeinkopfes zugezogen. Es folgte eine langwierige Rehabilitation mit mehreren operativen Eingriffen.

Im vergangenen Sommer musste Brignone erneut operiert werden. Dabei wurden mehrere Schrauben und eine Platte entfernt, die bei einem früheren Eingriff eingesetzt worden waren.

Dass sie trotz dieser Vorgeschichte im Februar bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina Gold im Super-G und Riesentorlauf gewinnen konnte, macht ihre derzeitige Situation umso bemerkenswerter.

Nach Olympia-Gold zurück in die Reha

Nach den beiden Olympiasiegen kehrte Brignone nicht dauerhaft in den Rennbetrieb zurück. Stattdessen konzentrierte sie sich wieder auf ihre Rehabilitation.

Inzwischen kann sie die Belastung zumindest schrittweise steigern. Die Physiotherapie sei weniger intensiv geworden, berichtete die Italienerin. Dafür könne sie wieder mehr Athletiktraining absolvieren.

"Ich mache jeden Tag Fortschritte", sagte Brignone.

In etwa zwei Wochen möchte sie voraussichtlich wieder erstmals auf Ski stehen. Wann daraus ein Weltcup-Comeback werden könnte, lässt sie allerdings offen.

"Zunächst als Mensch wieder gesund werden"

Brignone hat ihre Prioritäten nach den vergangenen Monaten klar festgelegt. Ein möglichst schneller Einstieg in den Rennbetrieb steht für sie nicht an erster Stelle.

"Ich möchte zunächst als Mensch wieder gesund werden, bevor ich an meine Rückkehr als Athletin denke", erklärte die 36-Jährige.

Welche Disziplinen sie bei einer Rückkehr bestreiten könnte, hängt ebenfalls von ihrem körperlichen Zustand ab. "Wenn es mir in den Speed-Disziplinen besser geht, könnte ich dort antreten. Und wenn die Schwünge gut funktionieren, kommt auch der Riesentorlauf infrage."

Der nächste große Saisonhöhepunkt sind die Ski-Weltmeisterschaften in Crans-Montana (1. bis 14. Februar 2027).

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