Wegen Azorenhoch

Spätsommer meldet sich mit bis zu 30 Grad zurück

Für Mitte März ist es viel zu warm
© APA/dpa/Christoph Schmidt
Obwohl der meteorologische Herbst längst begonnen hat, steht Mitteleuropa ein überraschendes Comeback des Sommers bevor. Ein kräftiges Azorenhoch transportiert warme Luftmassen aus Spanien direkt nach Mitteleuropa und sorgt regional noch einmal für schweißtreibende Temperaturen.
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Während sich viele Menschen bereits auf kühlere Herbsttage eingestellt haben, sorgt die aktuelle Großwetterlage über Europa für eine bemerkenswerte Kehrtwende. Ein mächtiges Azorenhoch weitet seinen Einflussbereich bis weit nach Mitteleuropa aus und fungiert als regelrechte Pumpe für warme Luftmassen. Diese stammen direkt aus dem Süden Spaniens, wo das Thermometer am kommenden Wochenende regional auf deutlich über 35 Grad klettert, stellenweise sind dort sogar noch weitaus extremere Spitzenwerte möglich.

Auf ihrem Weg nach Norden und Osten kühlt die spanische Wüstenhitze zwar spürbar ab, doch die Reste dieser warmen Luftmassen erreichen uns mit beachtlicher Intensität. Eine flächendeckende, extreme Hitzewelle steht uns zwar nicht mehr ins Haus, doch ein sehr deutlicher, spätsommerlicher Einschlag wird im Laufe der nächsten Tage im ganzen Land spürbar sein.

Temperaturen klettern regional wieder auf bis zu 30 Grad

Bereits am bevorstehenden Wochenende macht sich der wärmende Einfluss des Azorenhochs deutlich bemerkbar. Die Wettermodelle prognostizieren ein überaus freundliches und mildes Wochenende, das sich perfekt für Ausflüge im Freien eignet:

  • In den mildesten Regionen, insbesondere entlang des Oberrheins bis hin zum Rhein-Main-Gebiet, sind Höchstwerte um die 26 Grad im Bereich des Möglichen.
  • Auch in Österreichs werden verbreitet angenehme 23 bis 25 Grad erreicht.
  • Begleitet wird dieser Temperaturanstieg von viel Sonnenschein und nur wenigen lockeren Quellwolken am Himmel.

Richtig spannend wird die Entwicklung jedoch zu Beginn der neuen Woche. Mehrere führende Wettermodelle deuten übereinstimmend darauf hin, dass sich der Hochdruckeinfluss aus dem Südwesten vorübergehend noch einmal massiv verstärken wird. Sollte sich dieses Szenario wie vorhergesagt durchsetzen, steht uns am kommenden Dienstag ein echter Hitze-Peak bevor. Regional könnten die Temperaturen in Deutschland dann im Südwesten sogar die magische Sommer-Marke von 30 Grad knacken. Für die fortgeschrittene Jahreszeit ist dies ein absolut außergewöhnliches Ereignis und ein bemerkenswerter Nachschlag des Sommers.

Der Altweibersommer zeigt sich von seiner schönsten Seite

Dieses kurze, aber intensive Aufflammen des Sommers bringt uns einen klassischen Altweibersommer in Reinkultur. Die Menschen dürfen sich auf einen herrlich warmen Witterungsabschnitt freuen, der mit folgenden Merkmalen aufwartet:

  • Die Morgenstunden präsentieren sich oft noch spätsommerlich frisch und klar, ideal zum Durchlüften der Wohnungen.
  • Tagsüber setzen sich rasch sehr freundliche, sonnenscheinreiche Abschnitte im ganzen Land durch.
  • Am Nachmittag klettern die Temperaturen dann auf sehr warme, im Südwesten örtlich sogar heiße Werte.

Trotz aller Freude über dieses späte Sommer-Intermezzo betonen Meteorologen, dass der Herbst im Hintergrund bereits unaufhaltsam in Lauerstellung liegt. Die warme Phase ist laut aktuellen Prognosen von eher kurzer Dauer, da sich das Azorenhoch nach wenigen Tagen wieder zurückziehen wird. Vor allem in der Nordhälfte Mitteleuropas setzen sich ohnehin deutlich schneller kühlere und feuchtere Luftmassen durch, sodass dort die Temperaturen mit Werten um die 18 Grad spürbar gedämpfter bleiben.

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