Über zwei Wochen sind bereits vergangen, seit sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach der blamablen Niederlage gegen Paraguay von der WM verabschieden musste. Seitdem ist Julian Nagelsmann als Bundestrainer zurückgetreten und die Verhandlungen mit Jürgen Klopp als Nachfolger laufen auf Hochtouren.
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Doch verkraftet haben die Deutschen den verfrühten Abschied noch nicht. Jetzt legt MagentaTV-Experte Thomas Müller im Podcast mit Johannes B. Kerner nach und analysiert die Gründe des DFB-Debakels.
Mit einem einfachen Vergleich bringt es die Bayern-Ikone auf den Punkt: "Der Superstar spielt da, wo er Superstar ist." Damit argumentiert er, warum etwa Frankreich, Spanien, Argentinien und England im Halbfinale stehen und für die Deutschen der Aufenthalt kürzer als geplant war.
Probleme für Wirtz und Musiala
"Wir haben uns schwergetan, das zu entscheiden. Wer spielt denn jetzt wo? Wir wissen, dass beide gern im Zentrum spielen", nennt er das große Problem, dass man mit Florian Wirtz und Jamal Musiala zwei Superstars auf derselben Position hat.
Geht es nach Müller, hat Deutschland ein Strukturproblem und kein Qualitätsproblem. "Wenn du überlegst, dass unsere Top-Spieler auf fachfremden Positionen spielen oder zumindest auf angepassten, dann ist das Konzept vielleicht auch falsch aufgesetzt", führt der 36-Jährige weiter aus.
An den potentiellen neuen Bundestrainer und seinen derzeitigen TV-Kollegen Jürgen Klopp stellt Müller einen ganz klaren Anspruch: Das DFB-Spiel muss wieder vereinfacht werden. "Sie sollen einfach nur das machen, was einen guten Fußballspieler ausmacht und was ein Spiel braucht", appelliert der Weltmeister 2014 an den Umgang mit den kreativen Schlüsselspielern.
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