Streit eskaliert
Trump legt gegen Meloni nach: "Das ist nicht gut"
Auf der Plattform "Truth Social" warf er Rom am Sonntag vor, sich trotz hoher Verteidigungsausgaben nicht an internationalen Aktionen gegen den Iran zu beteiligen. Die USA hätten Italien "seit Jahrzehnten verteidigt", doch wenn es darum gehe, die Vereinigten Staaten und die Welt zu schützen, fehle Italien. "Das ist nicht gut", schrieb Trump.
"Nachdem Milliarden für die NATO ausgegeben wurden, scheinen Italien und seine Premierministerin nicht bereit zu sein, sich an Aktionen gegen den Iran und dessen ernsthafte nukleare Bedrohung zu beteiligen", argumentierte Trump.
Spannungen zwischen Trump und europäischen Partnern
Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im Verhältnis zwischen Washington und europäischen Partnern über Lastenverteilung in der NATO sowie über mögliche militärische Optionen gegenüber dem Iran. Meloni selbst hatte sich zuletzt wiederholt zurückhaltend zu einer direkten Beteiligung Italiens an militärischen Aktionen gezeigt und auf parlamentarische Zustimmungsvorbehalte sowie Sicherheitsbedenken verwiesen.
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Meloni hatte am Samstag Trumps Kritik an ihrer angeblich sinkenden Beliebtheit in Italien scharf zurückgewiesen und erklärt: "Meine Beliebtheit geht Sie nichts an. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre eigene". Trump hatte zuvor auf Truth Social behauptet, Meloni strebe eine Verbesserung der Beziehungen zu den USA lediglich deshalb an, um ihre eigenen Umfragewerte zu steigern. Dabei schrieb er ihren Vornamen fälschlicherweise als "Gigiorgia". Meloni bezeichnete die Vorwürfe als "grund- und sinnlos". Zudem habe ihr die Nähe zu Trump politisch keineswegs genutzt.
Bereits davor hatte die italienische Regierungschefin den US-Präsidenten öffentlich als Lügner bezeichnet. Anlass war Trumps Behauptung, sie habe ihn beim G7-Gipfel in Frankreich um ein gemeinsames Foto "angefleht". Als Reaktion sagte der italienische Außenminister Antonio Tajani eine geplante Reise in die USA ab. Auch im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran war es zu Spannungen gekommen. Trump warf Italien vor, die USA im Stich gelassen zu haben, nachdem Rom US-Militärangriffe von Stützpunkten in Italien aus untersagt hatte.
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