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Iran-Krieg: Trump rückt von Hormus-Gebühr ab

Ein Mann im Anzug mit roter Krawatte steht lächelnd vor einem Gebäude, eine Kamera filmt ihn.
© EPA
US-Präsident Donald Trump rückt von der geplanten Gebühr für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus ab und setzt stattdessen auf ein finanzielles Engagement der Golfstaaten.
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Nach "sehr produktiven Gesprächen" mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe von 20 Prozent durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, erklärte Trump am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social.

Die Investitionen würden enorm ausfallen. Zugleich betonte er, dass die wichtige Wasserstraße für den gesamten Schiffsverkehr geöffnet sei - mit Ausnahme des Iran. Schiffe, die iranische Häfen ansteuerten oder iranische Fracht geladen hätten, würden an der Durchfahrt gehindert.

Gebühr sollte US-Kosten für Sicherheit decken

Trump hatte die Gebühr am Montag ins Spiel gebracht, um nach eigener Darstellung die US-Kosten für die Sicherheit in der Meerenge zu decken. Er vollzog die Kehrtwende nur wenige Stunden vor dem angekündigten Inkrafttreten der Abgabe um 22.00 Uhr MESZ. Die UN-Schifffahrtsorganisation hatte sich gegen verpflichtende Durchfahrtsgebühren in internationalen Meerengen ausgesprochen, da es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Vor Ausbruch des Konflikts passierte täglich etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgaslieferungen die Straße von Hormus. Die Gebühr hätte den USA Schätzungen zufolge rund 240 Millionen Dollar pro Tag eingebracht. Die Ölpreise gaben nach Trumps Äußerungen einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.

Die US-Streitkräfte hatten die dritte Nacht in Folge Angriffe geflogen, nachdem die Regierung in Teheran die Straße von Hormus für geschlossen erklärt hatte. Der Iran beschoss als Vergeltung einen US-Militärstützpunkt in Jordanien mit Raketen. Zudem wehrte Bahrain nach eigenen Angaben einen iranischen Luftangriff ab. In der Hauptstadt Manama waren Explosionen zu hören, während Jordanien den Abschuss von vier Raketen meldete. Die zunehmenden Gefechte wecken Zweifel daran, ob eine im vergangenen Monat unterzeichnete Absichtserklärung zu einem dauerhaften Ende der Gewalt führen wird. Die USA und Israel hatten den Iran am 28. Februar angegriffen.

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