Muren in Tirol
Unwetter-Wahnsinn löst Katastrophenalarm aus
Bei den sogenannten Rofenhöfen nahe des Ortsteils Vent verlegte eine Mure offenbar eine Straße, rund 30 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden, sagte Bürgermeister Ernst Schöpf zur APA. Man verzeichne Sachschäden, verletzt wurde hingegen niemand. Indes waren für die Gemeinde kurzzeitig AT-Alert sowie Zivilschutzalarm ausgelöst worden.
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Die betroffenen 30 Personen wurden in einem Hotel in Vent untergebracht, so Schöpf. Zudem sei im Bereich der Rofenhöfe offenbar ein Parkplatz unterspült und Autos beschädigt worden. Auch ein Klärwerk im Norden der Gemeinde sei "wohl etwas lädiert worden", erklärte der Bürgermeister. In einige Tiefgaragen in dem Bereich trat zudem auch Wasser ein. Medienberichten zufolge wurden auch einige Straßenabschnitte im Venter Tal weggerissen.
Die Ötztaler Ache sei durch die Murenabgänge indes nicht teilweise verlegt worden, berichtete der Ortschef. "Sie ist einfach nur ziemlich voll", fasste Schöpf die Lage zusammen. Das Ortszentrum der Tourismusgemeinde blieb von den Unwettern und Muren verschont.
Von schweren Unwettern zu "sternenklarer Nacht"
Abseits der Rofenhöfe seien in der Gemeinde auch zwei Personalhäuser kurzzeitig evakuiert worden. Die betroffenen Personen konnten aber bereits in ihre Unterkünfte zurückkehren.
Kurz vor Mitternacht hatten die Unwetter das hintere Ötztal jedenfalls wieder verlassen. "So unglaublich es klingt: Wir haben bereits wieder einen sternenklare Nacht", schilderte Schöpf, der sich trotz der herausfordernden Situation relativ gelassen zeigte.
Rund zwei Stunden zuvor waren in der Gemeinde noch AT-Alert sowie Zivilschutzalarm ausgelöst worden, wie das Land mitteilte. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen der Behörden und Einsatzkräften zu folgen. Keller, Tiefgaragen oder Unterführungen sollten demzufolge gemieden werden. Man solle zu Hause bleiben und sich in obere Stockwerke begeben. Ebenso sollten sich die Menschen von Gewässern und Uferbereichen fernhalten und sich nicht auf Brücken aufhalten. Nach 23.00 Uhr wurde die behördliche Warnung aber dann wieder aufgehoben.
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