Gewitter-Front

Unwetter-Walze zog Spur der Verwüstung

© laumat/Matthias Lauber
Eine heftige Gewitter-Front zog am Samstag über Oberösterreich
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Eine heftige Gewitterfront hat am Samstagabend weite Teile Oberösterreichs erfasst und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Sturmböen, Starkregen und umstürzende Bäume sorgten für hunderte Einsätze der Feuerwehren. Nach ersten Schätzungen mussten die Einsatzkräfte landesweit rund 450 Mal ausrücken.

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Hunderte Einsätze

Die Gewitterlinie zog kurz vor 17 Uhr vom Mühlviertel über das Innviertel bis in den Zentralraum und setzte nahezu ganz Oberösterreich unter Druck. Besonders gefordert waren die Feuerwehren durch umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten und teilweise auch erhebliche Schäden verursachten. Allein zwischen 17 und 19 Uhr wurden laut Landesfeuerwehrkommando rund 190 Einsätze registriert. Insgesamt standen etwa 180 Feuerwehren mit rund 2.700 Kräften im Einsatz.

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Besonders betroffen waren die Bezirke Ried, Wels-Land und Grieskirchen. In Sattledt stürzte ein Baum auf mehrere geparkte Fahrzeuge. Zudem wurde die Bahnstrecke der Almtalbahn blockiert. Im Ortszentrum knickte sogar der Maibaum um und drohte auf umliegende Bereiche zu stürzen. In Gunskirchen deckten die starken Windböen Teile eines Wohn- und Geschäftsgebäudes ab. Die Feuerwehr musste das beschädigte Dach mit Unterstützung einer Teleskopmastbühne sichern.

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Auch die Stromversorgung wurde durch die Unwetter massiv beeinträchtigt. Umgestürzte Bäume beschädigten zahlreiche Leitungen. Zeitweise waren laut Netz Oberösterreich zwischen 30.000 und 40.000 Haushalte beziehungsweise Kundenanlagen ohne Strom. Besonders betroffen war der Bezirk Kirchdorf. Die Energieversorger arbeiteten bis in die Nacht hinein daran, die Versorgung schrittweise wiederherzustellen.

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Für Aufregung sorgte zudem ein Einsatz am Traunsee bei Traunkirchen. Dort galt ein Stand-up-Paddler zunächst als vermisst. Die Suche konnte jedoch rasch beendet werden, da sich der Wassersportler in Sicherheit befand.

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Die enorme Zahl an Einsätzen brachte zeitweise sogar die technischen Systeme an ihre Grenzen. Mehrere Feuerwehren berichteten von Problemen mit dem Alarmierungssystem, das aufgrund der Vielzahl an Notrufen und Einsatzaufträgen zeitweise überlastet gewesen sein soll. Auch ausgelöste Sirenen sorgten mancherorts für Verunsicherung in der Bevölkerung. Eine unmittelbare Gefahr habe jedoch nicht bestanden.

Trotz der zahlreichen Schäden verlief das Unwetter vergleichsweise glimpflich. Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos wurden keine Verletzten gemeldet. Die Aufräumarbeiten werden vielerorts jedoch noch mehrere Tage in Anspruch nehmen.

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