Meister-Duell kommt

Vienna Vikings reagieren auf Football-Beben: "Ein großartiger Tag"

Ein Mann mit Bart hält eine Auszeichnung und eine schwarze Box bei einer Ehrung.
© AFLE
Die Meldung, dass Nordic Storm als amtierender EFA-Champion in die AFLE wechselt, sorgte in Football-Europa für ein kleines Erdbeben. Nach einem öffentlichen Wortduell nach der Vorsaison meldeten sich nun auch die Vienna Vikings gegenüber oe24 zu dem Sensations-Coup zu Wort.
OE24 auf Google bevorzugen

Im Vorjahr wurden die Football-Fans in Europa in zwei Lager geteilt. Die AFLE mit Traditions-Teams, wie den Vienna Vikings oder Rhein Fire, kämpften auf dem Feld gegeneinander und auf Liga-Ebene gegen die konkurrierende EFA mit Nordic Storm aus Skandinavien und den Munich Ravens als Aushängeschild. Am Ende der beiden Premieren-Saisonen setzten sich die Vikings und Storm als Champion durch. Was folgte, waren öffentliche Spitzen in beide Richtungen, da man wohl nie herausfinden werde, welches Team tatsächlich das beste in Europa sei. Doch genau das ändert sich im kommenden Jahr.

Am Donnerstag wurde bekannt, was seit Wochen gemunkelt wurde. Nordic Storm will die EFA in Richtung AFLE verlassen. Während die von Ravens-Boss geführte EFA, in der auch die Raiders aus Innsbruck spielen, einen heftigen Dämpfer erleben, herrscht in der Liga von US-Geldgeber Joel Nagel Jubelstimmung. Nach den Verkündungen neuer Teams aus Florenz, Warschau und Hamburg war die Storm-Sensation der Paukenschlag, der für viel Wirbel sorgt.

Auch wenn in der EFA heuer ein Team aus London eingeführt wird, das es in der AFLE bereits seit vergangenem Jahr gibt, herrscht sonst Ruhe von der Seite. Ex-NFL-Star und EFA-Vertreter Markus Kuhn reagierte höchstgradig beleidigt und bezeichnete die AFLE rund um Super-Bowl-Sieger und CEO Jim Tomsula als "Clown-Liga". Ansonsten gab es von dieser Seite kein einziges Statement.

Vikings reagieren

Auch die Vienna Vikings schossen noch im September schärfer in Richtung der Skandinavier. Der damalige Head Coach und Meistermacher Chris Calaycay, der nun die sportliche Führung als Sportdirektor übernimmt, meinte damals, dass es egal sei, was Nordic Storm sagt, aber "seine Vikings jedes Team besiegen würden". Nach einigen Wochen sind die Wogen scheinbar geglättet.

Der neue Vikings-Cheftrainer Jordan Neuman, der als Offensive-Coordinator Teil der Meister-Mannschaft war, freut sich über die neuen Gegner. Auf oe24-Anfrage meinte der US-Coach: "Ich habe großen Respekt vor Coach Shoop und der gesamten Organisation von Nordic Storm – sowohl für ihre Erfolge als auch für das, was sie in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Das sind genau die Nachrichten, auf die ganz Europa gewartet hat. Es ist nicht nur für die Teams selbst, sondern auch für die Fans des American Footballs in Europa eine äußerst erfreuliche Entwicklung."

Vorfreude auf neue Saison

Auch mit Blick auf die weiteren Liga-Neulinge kann der 43-Jährige den Saisonstart kaum erwarten. "Meiner Meinung nach setzt die AFLE dabei auf die Expertise ihrer Football-erfahrenen Entscheidungsträger, um sportliche Entscheidungen zu treffen, die dem Produkt auf dem Spielfeld bestmöglich zugutekommen. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Weg im Laufe der Offseason auch bei den anderen AFLE-Teams fortsetzen wird. Es ist wirklich ein großartiger Tag, denn nach zwölf schwierigen Monaten für den europäischen Football sind Nachrichten wie diese genau das, worauf wir alle gewartet haben: möglichst viele der besten europäischen Teams unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen", so Neuman weiter.

Top-Spiel-Alarm: Nächstes Jahr kommt es zum Duell Vikings gegen Storm.
Top-Spiel-Alarm: Nächstes Jahr kommt es zum Duell Vikings gegen Storm. © GEPA pictures/ Edgar Eisner

Allerdings muss man noch kurz warten. Denn wie die Liga mitteilte, müssen noch die letzten Schritte geprüft werden, ehe der Wechsel offiziell wird. Nach dem Wirbel gibt es nun aber wohl kein Zurück mehr für Nordic Storm und Europa freut sich nächstes Jahr auf einen neuen Super-Kracher.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden