In einem Duell, das nur selten von viel Qualität überzogen war, lag der Fokus nach der Partie auf den Nebenschauplätzen.
Beziehungsweise vermeintlichen Nebenschauplätzen, denn aus Sicht der Austria war die Leistung von Schiri Talic und seinem VAR-Team alles andere als nebensächlich.
Über 90 Minuten war der violette Frust den Spielern, Trainern und Fans anzumerken. Immer wieder wurde mit dem Mann in Schwarz diskutiert, weil die Foulpfiffe in Richtung des LASK und nicht der Gastgeber gingen.
Spielentscheidend war für die Wiener aber vor allem das aberkannte 1:0, weil Taesok Lee vor seiner Flanke im Abseits stand - das ist aber selbst mit kalibrierter Linie nicht ausreichend zu erkennen.
Helm: "Zweifle diese Entscheidung an"
"Ich zweifle diese Entscheidung an. Mir kann hundertmal jemand erzählen, dass das kalibriert ist, ich glaube nicht, dass die Technik in so einem Moment alles abdeckt. Da sitzt ja ein Mensch, der die Punkte setzt", meinte Austria–Trainer Stephan Helm.
"Ich weiß nicht, ob wir in Österreich so gute Bilder haben. Das ist ärgerlich, aber wir müssen es so hinnehmen", meinte sein anfänglicher Kapitän Reinhold Ranftl.
So baute sich der Frust immer weiter auf, auch wegen einem zu Recht aberkannten Treffer nach Handspiel von Kelvin Boateng sowie dem ebenfalls richtigen Elfmeter und der roten Karte nach Handspiel von Aleksandar Dragovic vor dem 0:2.
Zwischenzeitlich sah Helm Gelb, weil er eine Flasche aus Unmut aufs Feld warf: "Das brauche ich nicht zu machen, so selbstkritisch muss ich sein."
Kühbauer gegen Dragovic am Spielfeldrand
Zudem lieferten sich Dragovic und LASK-Trainer Dietmar Kühbauer noch eine Diskussion am Spielfeldrand. Was war passiert? "Ich habe gesagt, dass er einen guten Save gemacht hat. Ich wollte ihn ein bissl aufheitern, das war nicht sarkastisch gemeint", meinte Kühbauer. Dragovic fand das anfänglich weniger lustig. "Verstehe ich auch", so der LASK-Coach.
Der ehemalige ÖFB-Teamspieler wollte darüber nicht reden, aber über den VAR: "Österreich sollte sich einmal was überlegen", aufgrund der wöchentlichen VAR-Diskussionen.
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Apropos Frust: In einem gemeinsamen Sprechchor demonstrierten die Fans beider Teams gegen die neuen Anstoßzeiten der Bundesliga, weil diese mit Ankick 19 Uhr an einem Sonntag zu fanunfreundlich seien, vor allem für Auswärtsteams.
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