Konkursverfahren

Wiener Kult-Café erneut pleite

Straßencafé in Paris mit leeren Tischen und Stühlen, Sonne scheint, Menühefte auf den Tischen.
© Getty Images (Symbolbild)
Erneute Hiobsbotschaft für die Wiener Gastronomie-Szene: Das beliebte Café Ansari in der Praterstraße in Wien-Leopoldstadt ist pleite. Über die Betreibergesellschaft wurde am 4. September vom Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet.
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Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bekanntgab, wurde der Konkurs nicht vom Unternehmen selbst, sondern auf Antrag eines Gläubigers eröffnet. Eine Eigenverwaltung gibt es nicht. Zum Insolvenzverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Günther Hödl bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen noch bis zum 9. November anmelden, bevor am 23. November die Berichts- und Prüfungstagsatzung stattfindet.

Wie hoch die Schulden der Café Ansari Restaurant Betriebs-GmbH aktuell sind und was genau zur neuerlichen Zahlungsunfähigkeit geführt hat, steht vorerst noch nicht fest. Das Vermögen muss erst geschätzt werden. Als Geschäftsführerin firmiert Nana Ansari, Gesellschafter sind Nana und Nasser Ansari. Zuletzt wies die Bilanz für 2024 Verbindlichkeiten von rund 479.700 Euro aus.

Für das Kult-Lokal ist es nicht die erste finanzielle Krise: Bereits am 28. Juni 2017 musste das Café Insolvenz anmelden. Damals machten die Betreiber hohe Umbaukosten verantwortlich. Während der Pandemie im Jahr 2020 versuchte Nana Ansari, das Lokal mit einem Spendenaufruf zu retten, bei dem rund 7.900 Euro zusammenkamen.

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