Gegen Materrazzi

Zidane über Kopfstoß: „Ich bereue es nicht"

Zidane Materazzi
© Getty
20 Jahre sind seit dem WM-Finale 2006 schon vergangen.
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Zinédine Zidane ist 20 Jahre nach dem wohl umstrittensten Moment seiner Karriere wieder ganz nah an jener Szene, die ihn bis heute begleitet. Der französische Fußballstar steht inzwischen als Nationaltrainer an der Seitenlinie. Sein Heimdebüt im Stade de France führte ihn ausgerechnet mit Italien zusammen – jenem Land, gegen das seine aktive Karriere 2006 auf dramatische Weise endete. Das Spiel endete 1:1.

Im WM-Finale in Berlin kam es in der Verlängerung zum folgenschweren Zusammenstoß mit Marco Materazzi. Nach einer Provokation des Italieners verlor Zidane die Beherrschung und rammte seinem Gegenspieler den Kopf gegen die Brust. Schiedsrichter Horacio Elizondo zeigte dem Franzosen die Rote Karte. Frankreich verlor anschließend das Elfmeterschießen mit 3:5, Zidane bestritt damit das letzte Spiel seiner Laufbahn.

"Bin nicht stolz"

Auch zwei Jahrzehnte später spricht Zidane offen über den Ausraster. "Ich bin nicht stolz auf das, was passiert ist. Das habe ich gesagt, ich habe es wiederholt und ich sage es auch heute noch. Aber ich bereue es nicht, denn das gehört zu meiner Karriere dazu."

Ein Mann im Anzug blickt ernst, daneben ein Schild mit der Aufschrift "FRANCE".
© APA/AFP/FRANCK FIFE

Der 54-Jährige will allerdings nicht zulassen, dass dieser eine Moment seine gesamte Laufbahn überschattet. "Ich glaube, wir alle befinden uns auf einem Lebensweg, auf dem wir Dinge tun, die nicht gerade toll sind. Zum Glück habe ich nicht nur das gemacht und es gibt noch andere, schönere Momente. Deshalb denke ich eher an die positiven Momente."

Davon gibt es bei Zidane tatsächlich reichlich. Als Spieler wurde er mit Frankreich 1998 Weltmeister und zwei Jahre später Europameister. Als Trainer von Real Madrid schrieb er ebenfalls Geschichte: Zwischen 2016 und 2018 führte er die Spanier dreimal hintereinander zum Champions-League-Triumph. Dazu kamen zwei spanische Meisterschaften.

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