Kompetenzzentrum für "Super-Akkus"

Audi drückt bei E-Autos mit 700 km Reichweite aufs Tempo

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Im neuen Kompetenzzentrum für Hochleistungsbatterien sollen Reichweite erhöht und Ladezeiten verkürzt werden.

Audi  drückt bei der E-Mobilität weiter aufs Tempo. Wie berichtet, will die VW-Tochter bereits  2026 ihr letztes neues Modell mit Verbrennungsmotor vorstellen . Ab 2033 sollen in Europa nur noch reine Stromer verkauft werden. Damit diese ambitionierten Pläne umgesetzt werden können, forciert Audi nun die Entwicklung von Hochvoltbatterien für Elektroautos. Diese sollen sich durch höhere Reichweiten und kürzere Ladezeiten auszeichnen. Das erste Serienmodell mit den Super-Akkus ist für Anfang 2023 angekündigt (siehe unten) und soll eine Reichweite von über 700 km bieten. Dank einer Ladeleistung von 270 kW soll sich der Ladestand der 100 kWh-Batterie in weniger als 25 Minuten von fünf auf 80 Prozent aufladen lassen.  

Kompetenzzentrum für Super-Akkus

Der Standort in Neckarsulm (Baden-Württemberg) solle zu einem Kompetenzzentrum für diese Technologie gemacht und schrittweise ausgebaut werden, teilte der deutsche Autobauer mit. Dafür würden bereits Mitarbeiter qualifiziert. Der Betriebsrat bezeichnete die Entscheidung als ersten Schritt, um den Entwicklern eine Perspektive für die Zeit nach dem Auslaufen des Verbrennungsmotors zu geben. In Neckarsulm entwickelt Audi bereits Akkus  für seine Plug-in-Hybride , die einen Verbrennungsmotor mit einer E-Maschine inklusive extern aufladbarer Batterie kombinieren. Bis 2023 soll dort auch ein Prüfzentrum für neuentwickelte Hochvoltspeicher entstehen. Die Entwicklung in Ingolstadt bleibe davon unberührt, werde aber nicht ausgebaut.

Audi drückt bei E-Autos mit 700 km Reichweite aufs Tempo
© Audi AG
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Das Audi-Werk in Neckarsulm bekommt ein Kompetenzzentrum für Hochleistungsbatterien.

VW-Konzern setzt auf Einheitszelle

Seine Batteriezellen bezieht Volkswagen aktuell von großen asiatischen Zulieferern,  will aber auf eine eigene Fertigung umstellen . VW plant eine Einheitszelle, die ab 2025 konzernweit eingesetzt werden soll und von der sich Europas größter Autobauer  deutliche Kostensenkungen verspricht . Bis zum Ende des Jahrzehnts will Volkswagen alleine in Europa sechs Akku-Fabriken hochziehen, um den Bedarf für die rasch steigende Zahl an E-Autos zu decken.

Erste Serienmodelle von Audi und Porsche

Wie berichtet, soll es für einige Modelle von Audi und  Porsche  darüber hinaus eigene Batterien geben. Porsche hat zuletzt ebenfalls  einige Ankündigungen für die geplanten Hochleistungsbatterien  gemacht. Derzeit haben die beiden Hersteller mit dem  e-tron GT  und dem  Taycan (Cross Turismo)  zwei Modelle im Programm, die sich eine Plattform teilen. In Zukunft werden die elektrischen Luxusmodelle die neue PPE-Plattform nutzen. Mit dem  A6 e-tron concept  (Storybild) hat Audi bereits eine seriennahe Studie präsentiert, die darauf aufbaut. Wie eingangs erwähnt, soll die Serienversion im kommenden Jahr präsentiert werden, eine Reichweite von mehr als 700 km bieten und Anfang 2023 in den Handel kommen. Und Porsche ist mit dem  kommenden Elektro-Macan , der ebenfalls auf der PPE basiert, bereits auf Testfahrten unterwegs.

Konkurrenz ist weiter

Auch wenn der Zeitplan ambitioniert klingt, ist es für die Einführung der PEE höchste Zeit. Denn Konkurrenten wie der Lucid  Air , der Mercedes  EQS , der Nio  ET7  oder das Tesla  Model S Plaid  bieten schon heute größere Reichweiten als 700 Kilometer. Vom so oft beworbenen "Vorsprung durch Technik" kann diesbezüglich also keine Rede sein.

Aktuelles Portfolio

Die kleineren Audi-Stromer werden hingegen auch in Zukunft auf der VW-Einheitsplattform MEB (modularer Elektrobaukasten) aufbauen. Aktuell trifft das auf den  Q4 e-tron (Sportback)  zu. Beim herkömmlichen  e-tron (Sportback)  handelt es sich hingegen um ein großes Strom-SUV, das auf einer Verbrenner-Plattform (Q5) aufbaut.

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