Ehrgeizige Ziele

Fiat will zu Toyota und VW aufschließen

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Tochter-Marken Alfa Romeo und Maserati sollen groß herauskommen.

Fiat hat den Start in eine neue Ära erfolgreich absolviert. Die eigens gegründete Holding Fiat Chrysler Automobiles (FCA), die aus der Fusion des Turiner Autobauers Fiat mit dem US-Partner Chrysler entstand, wurde am Sonntag offiziell aus der Taufe gehoben. Am Montag debütierten die FCA-Aktien dann an der New Yorker Wall Street. Nach 111 Jahren verliert die Mailänder Börse eine ihrer Spitzenaktien. Fiat notierte dort seit 1903. Der Schritt scheint sich für die Italiener bezahlt zu machen, denn die Aktien von Fiat Chrysler haben am Montag ein überraschend starkes Debüt an der New Yorker Börse gefeiert. Der erste Kurs lag bei 9 Dollar (7,1 Euro), zeitweise kletterte er bis auf 9,55 Dollar.

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Alfa Romeo, Maserati und Jeep
Mit dem Emissionserlös will FCA-Chef Sergio Marchionne den Marken Alfa Romeo und Maserati neuen Schwung verleihen sowie die Jeep-Sparte weltweit erfolgreich machen. Vor allem in Asien ist die Gruppe bisher nur schwach vertreten. Bis 2018 soll der Absatz insgesamt um 60 Prozent zulegen. Sergio Chiamparino, Präsident der Region Piemont und ehemaliger Turiner Bürgermeister, lobt Marchionne wegen seines Sanierungstalents. "Marchionne hat nicht nur den Weg gefunden, Fiat zu retten, sondern auch, daraus einen Weltkonzern zu machen. Er hat auch eine Strategie entwickelt, um die Arbeitskräfte flexibler einzusetzen und dem globalen Wettbewerb effizienter standzuhalten", so Chiamparino.

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VW und Toyota im Visier
Marchionne, der Italiens bestbezahlter Manager ist, bekundete letzte Woche, dass er bis 2018 bei Fiat bleiben wolle, danach werde er sich von der FCA trennen. Marchionnes Erfolgshunger scheint aber noch nicht gestillt. Sein Ziel sei es, Fiat als zweiten Autokonzern nach Toyota - auf Augenhöhe mit Volkswagen - zu etablieren, berichten Branchenexperten. Der Weg dahin ist allerdings noch weit. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob die ehrgeizigen Ziele erreicht werden können. Der ehrgeizige Manager darf sich jedenfalls auf weitere Herausforderungen freuen.

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