Top-Modell ist da

Neuer BMW M5 mit 600 PS und Allrad

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Es gibt aber auch einen 2WD-Modus für reichlich Driftspaß.

Bisher war beim noch taufrischen 5er bei einer Leistung von 462 PS (M550i xDrive) bzw. 400 PS ( M550d xDrive ) Schluss. Doch nun gibt es für Fans von sportlichen Oberklasse-Limousinen eine gute Nachricht. BMW stellt auf der IAA in Frankfurt (14. bis 24. September 2017) nämlich den neuen M5 vor. Dieser profitiert nicht nur von den zahlreichen Verbesserungen der aktuellen 5er-Generation, sondern legt im Vergleich zum Vorgänger auch in Sachen Leistung noch einmal ordentlich zu. Außerdem verfügt der neue M5 erstmals über Allradantrieb (xDrive). Damit reagiert BMW auf die Konkurrenten Mercedes E63 AMG (bis zu 612 PS) und Audi RS6 (bis zu 605 PS), die ihre imposante Kraft ebenfalls über alle vier Räder auf die Straße bringen.

Neuer BMW M5 mit 600 PS und Allrad
© BMW Group
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Performance

Beim Motor vertrauen die Münchner auf den bewährten 4,4 Liter V8-Biturbo mit M TwinPower Turbo Technologie. Die Ingenieure haben das Kraftpaket gegenüber dem Vorgängermodell aber deutlich überarbeitet. So sorgen unter anderem neu entwickelte Turbolader, eine effiziente indirekte Ladeluftkühlung und ein höherer Kraftstoffeinspritzdruck für mehr Leistung und vor allem Drehmoment. Die Nennleistung von exakt 600 PS liegt bei 5.600 bis 6.700 Umdrehungen an. Das maximale Drehmoment von 750 Nm steht ab 1.800 Umdrehungen zur Verfügung und bleibt bis 5.600 Umdrehungen auf diesem Niveau. Eine kennfeldgesteuerte vollvariable Ölpumpe soll zudem eine bedarfsgerechte Ölversorgung des neuen M5 auch beim Einsatz auf der Rennstrecke gewährleisten. Die beeindruckenden Fahrleistungen sprechen jedenfalls schon einmal für sich: In nur 3,4 Sekunden sind aus dem Stand 100 km/h erreicht, in 11,1 Sekunden 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt, auf Wunsch mit dem M Drivers Package erst bei 305 km/h. Den Normverbrauch gibt der Hersteller mit 10,5 Liter auf 100 km an (241g CO2/km)

Antrieb

Die Kraftübertragung erfolgt über ein spezifisch abgestimmtes 8-Gang M Steptronic-Getriebe, das sich auch sequenziell-manuell schalten lässt. Das geschieht wahlweise über den Gangwahlschalter auf der Mittelkonsole oder über die Schalt-Paddles am Lenkrad. Größte Neuerung ist die eingangs erwähnte Einführung des Allradantriebs. Beim neuen M5 vertraut BMW auf ein von der M GmbH entwickeltes neues Allradsystem namens „M xDrive“. Es arbeitet mit einem zentralen Verteilergetriebe mit Lamellenkupplung und verteilt die Antriebsmomente bedarfsgerecht vollvariabel an Vorder- und Hinterachse. Zur guten Traktion trägt auch das aktive Differenzial an der Hinterachse bei, das ebenfalls vollvariabel ausgelegt ist und eine Sperrwirkung zwischen 0 und 100 Prozent aufweist. Highlight: Der Charakter von M xDrive kann vom Fahrer individuell bestimmt werden. Ihm stehen fünf unterschiedliche Konfigurationen zur Verfügung, die auf Kombinationen aus den DSC-Modi (DSC on, MDM, DSC off) und den M xDrive Modi (4WD, 4WD Sport, 2WD) basieren. Schon in der Grundeinstellung mit eingeschaltetem DSC und 4WD lässt das System laut BMW an den Hinterrädern leichten Schlupf beim Beschleunigen aus Kurven zu. Im M Dynamic Modus (MDM, 4WD Sport) erlaubt M xDrive leichte Drifts. Für ambitionierte Fahrer und vornehmlich für den Einsatz auf Rennstrecken sind die drei Modi bei ausgeschaltetem DSC gedacht. Hier kann der Pilot aus drei Konfigurationen bis hin zum reinen Hinterradantrieb (2WD) wählen.

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Fahrwerk und Fahrmodi

Das Fahrwerk soll den perfekten Spagat aus Alltagstauglichkeit und Rennstreckeneinsatz bieten. Spezielle Versteifungen am Hinterwagen und im Vorderwagen sorgen für eine steife Karosseriestruktur. Bei der spezifisch abgestimmten Variablen Dämpfer Control (VDC) und der Lenkung kann der Fahrer zwischen den drei Modi Comfort, Sport und Sport Plus wählen. Auch die Motorcharakteristik lässt sich über die drei Modi Efficient, Sport und Sport Plus individuell konfigurieren. Praktisch: Über die beiden, feuerroten M1- und M2-Tasten am Lederlenkrad lassen sich zwei frei einstellbare Setups für alle Motor-, Getriebe-, Fahrwerks- und xDrive Modi, DSC und Head-Up-Display abspeichern und stehen dann auf Abruf zur Verfügung.

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Design und Leichtbau

Optisch gibt sich der M5 zwar als sportliches Top-Modell der Baureihe zu erkennen, richtig krawallig oder gar prollig geht es aber nicht zu. Gegenüber dem herkömmlichen 5er wurde die Karosserie deutlich verbreitert. Neu gestaltet sind auch die vorderen Seitenwände und die Verkleidung des Frontstoßfängers mit größeren Öffnungen für die Luftzufuhr. Ebenfalls neu ist der Heckdiffusor. Die vier Endrohre der Abgasanlage sollen dank einer Klappensteuerung für den passenden Sound sorgen. Die Motorhaube besteht aus Aluminium und weist markante Sicken auf. Deren Linienführung setzt sich in dem serienmäßig verbauten, aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigten Dach fort. Der neue M5 rollt serienmäßig auf grauen 19 Zoll großen Leichtmetall-Rädern mit Reifen der Dimension 275/40 R 19 vorne und 285/40 R 19 hinten. Optional sind 20-Zöller lieferbar (vorne: 275/35 R 20, hinten: 285/35 R 20). Leichter im Vergleich zu konventionellen Grauguss-Bremsen ist die serienmäßig verbaute Compound Bremse mit blau lackierten Sätteln. Auf Wunsch liefert BMW auch eine Carbon-Keramik Bremse, die an goldfarben lackierten Bremssätteln zu erkennen ist und 23 Kilogramm weniger wiegt. Innen setzt sich die sportliche Note fort. Neben dem bereits erwähnten Lenkrad zählen hier u.a. der rote Startknopf, diverse Carbon-Applikationen sowie die serienmäßigen Leder-Sportsitze zu den Highlights. Als Sonderausstattung sind neu entwickelte Multifunktionssitze mit Schalensitz-ähnlichem Aufbau lieferbar.

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Verfügbarkeit

Der neue M5 kann von September 2017 an bestellt werden, kostet in Österreich mindestens 149.500 Euro und wird ab Frühjahr 2018 ausgeliefert. Auf nur 400 Exemplare weltweit limitiert ist das gleichzeitig erhältliche Sondermodell „M5 First Edition“. Für dieses steht der Preis derzeit noch nicht fest.

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