Allianz hat Interesse an Serbiens Marktführer

Der deutsche Versicherer Allianz dürfte an einer Übernahme der führenden serbischen Versicherungsanstalt Dunav osiguranje interessiert sein. Die Versicherungsfirma ist eines jener staatlichen Unternehmen, deren Privatisierung bis Jahresende der neue Ministerpräsident Aleksandar Vucic Ende April angekündigt hat.

Die Tageszeitung "Blic" berichtete am Sonntag, dass neben der Allianz auch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie die Internationale Finanz-Corporation (IFC) ihr Interesse bekundet hätten. Allerdings wären beide nur an Minderheitsanteilen interessiert, die Allianz dagegen würde die Mehrheit übernehmen wollen.

Gemäß dem Blatt ist derzeit die Bewertung des Firmenwertes im Gange. Schätzungen zufolge dürften durch den Verkauf zwischen 250 und 400 Mio. Euro erlöst werden, so "Blic" unter Berufung auf ungenannte Regierungskreise.

Die Allianz hat gegenüber dem Blatt ihr Interesse an Dunav osiguranje weder bestätigt noch bestritten. Laut "Blic" ist seit Anfang Mai auf der Belgrader Börse der Kurs von Dunav osiguranje von 500 Dinar (4,32 Euro) auf mehr als 900 Dinar (7,78 Euro) pro Aktie gestiegen. Dabei hatte das Unternehmen mit einem etwa 30-prozentigem Marktanteil im Vorjahr nur einen mageren Reingewinn von 140.000 Euro verbucht.

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