Auslandsgeschäft beschert deutscher Industrie Orderplus

Boomende Geschäfte mit Schwellenländern sorgen bei der deutschen Industrie für überraschend dicke Auftragsbücher. Ihre Bestellungen stiegen im März um 2,2% zum Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium mitteilte. Experten hatten nur ein Plus von 0,5% vorhergesagt.

Im Februar fiel das Plus mit 0,6% zudem doppelt so hoch aus wie bisher angenommen. "Nach der erwartet schwachen Entwicklung im Winter dreht der Trend allmählich wieder ins Plus", schrieb das Ministerium. "Davon dürfte auch die Industrieproduktion profitieren."

Die unerwartet positiven Daten signalisieren, dass die heimische Wirtschaft nach der Flaute Ende vorigen Jahres Anfang 2012 wieder zugelegt hat. "Für das erste Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft beim Bruttoinlandsprodukt insgesamt eine schwarze Null oder ein kleines Plus schaffen", sagte Analyst Bernd Weidensteiner von der Commerzbank. "Trotz der Schwäche vieler Handelspartner in der Euro-Zone kommt Deutschland also mit einem blauen Auge davon."