Saab will jährlich 150.000 Fahrzeuge verkaufen

Keine Staatshilfen für Saab

Die schwedische Regierung will dem vor dem Aus stehenden Autobauer keine Staatshilfen geben. Die Zukunft des Autobauers ist mehr als ungewiss, nachdem Verkaufsverhandlungen zwischen dem US-Mutterkonzern General Motors (GM) und dem kleinen schwedischen Sportwagenbauer Koenigsegg Anfang der Woche überraschend geplatzt waren.

Ein Überbrückungskredit ist unwahrscheinlich, so Finanzminister Anders Borg im schwedischen Radio. Saab-Chef Jan-Ake Jonsson sagte, es gebe zwar weitere Interessenten für Saab, aber die Zeit werde knapp. Eine Insolvenz gilt derzeit als wahrscheinlichstes Zukunftsszenario. GM hatte über Monate nur mit Koenigsegg verhandelt.

Der GM-Aufsichtsrat will am Dienstag (1.12.) über Saab beraten. Am Spiel stehen rund 3.400 Jobs bei Saab. Zudem sind weitere 3.000 Stellen bei Zulieferunternehmen bedroht.

Unter möglichen Bewerbern waren der chinesische Konzern BAIC und der ebenfalls chinesische Autobauer Geely, der auch für die Übernahme von Volvo - die schwedische Tochter von Ford - im Gespräch ist. Anders Fogel, Sprecher von Geely in Schweden, sagte im schwedischen Radio, Ford und Geely hätten sich in der schwierigen Frage von Technologierechten und anderen Patenten geeinigt.