Die oberösterreichische Energie AG und das Werkzeug- und Formenbauunternehmen Haidlmair haben den Prototyp eines rein rot-weiß-roten Elektrosportwagens präsentiert. Der Elektro-Sportwagen "HAI 3E" ist als Zweisitzer konzipiert, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und einer Reichweite von 150 km.
Nach einer Ladezeit von einer Stunde sollen die Batterien zu 80 Prozent gefüllt sein, nach acht Stunden zur Gänze. Firmenchef Josef Haidlmair berichtete von einer Befragung bei 800 Personen, die bereit wären, für ein derartiges Fahrzeug rund 20.000 Euro auszugeben. Dieser Preis sollte beim HAI 3E möglich sein. Allerdings exklusive Batterien, dafür sollte ein Tausch- oder Pfandsystem geschaffen werden.
393 km Reichweite
Der Wagen wird von jeweils einem Radnabenmotor an den Hinterrädern mit einer Gesamtleistung von 60 KW angetrieben. Ihre Kraft beziehen sie aus Lithium-Polymer-Akkus. Er würde preislich "deutlich unter dem Tesla Roadster" (100.000 Euro plus MwSt.) liegen, aber auch geringere Leistungen bieten. Der Tesla soll 240 PS haben, mehr als 200 km/h schnell sein und 393 km mit einer Ladung fahren.
Da seine Firma weiterhin Werkzeug- und Formenbauunternehmen bleiben soll, werde ein Unternehmen gesucht, das den Sportwagen bauen soll, sagte Haidlmair. Die Serienreife sollte innerhalb eines Jahres erreicht werden. An die Entwicklung eines normalen Pkw sei nicht gedacht, man wolle nicht in Konkurrenz mit den großen Automobil-Konzernen treten.
Der Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich Leo Windtner sieht das steigende internationale Engagement für die Elektromobilität als große Herausforderung und Chance. Sollten diese Fahrzeuge in Österreich einen Marktanteil von 10 Prozent erreichen, seien dafür zusätzlich rund 2 Prozent mehr Stromproduktion notwendig, das entspreche etwa dem Kraftwerk Freudenau.
Größer seien die Auswirkungen auf das Stromnetz. Dort seien Verstärkungsmaßnahmen speziell auf der Niederspannungsebene erforderlich. Mit einem intelligenten Lade-Management könnten die Verbräuche in die Nachtstunden verschoben werden. Die Energie AG prüfe die Errichtung von Stromtankstellen an ausgewählten Orten sowie eine Palette von möglichen Leistungen, etwa ein individuell zugeschnittenes Elektroauto-Stromprodukt.