Auftragslage wächst kontinuierlich

Salzburger Lokalbahn im Gütertransport erfolgreich

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Der Nischenanbieter freut sich über wachsende Auftragslage. Die Bahn beförderte 2008 rund 1,7 Mio. t. 2005 waren es noch 1,1 Mio. t.

"Mit der Firma DB Schenker konnten wir kürzlich einen neuen wichtigen Kunden gewinnen", erklärte Lokalbahn-Chef Gunter Mackinger. Im Gütertransport ist die Lokalbahn auf ihren eigenen Schienenanlagen - wie zwischen der Stadt Salzburg und Trimmelkam (OÖ) - sowie auf fremder Gleisinfrastruktur unterwegs. Auf der Stammstrecke werden rund 500.000 t befördert, sagte Mackinger. Der größere Teil des Güterverkehrsaufkommens der Salzburger Lokalbahn wird damit auf fremder Schieneninfrastruktur abgewickelt.

Unter anderem betreibt die Lokalbahn rund 25 Anschlussbahnen von Betrieben im Bundesland Salzburg. Zum Kundenkreis gehören dabei beispielsweise Holzindustrie Kaindl, das Kunststoffwerk Senoplast, MDF Hallein (Binder Holz), die Raiffeisen Warenbetriebe oder SAB (Salzburger Abfallbeseitigung) Siggerwiesen. Die Zahl der Anschlussbahnen im Bundesland steigt - unter anderem hat das Land die Funktion eines "Anschlussbahn-Coachs" geschaffen, der Unternehmen, die Transporte von der Straße auf die Schiene verlagern wollen, bei der Herstellung von Gleisanschlüssen unterstützt.

Flexibler Nischenplayer

"Wir sind ein Nischenplayer, der durch Flexibilität und vielfältige Kooperationen sehr individuelle Lösungen bieten kann", nennt Mackinger als Grund für den Erfolg der Lokalbahn in der Güterbeförderung. Als kleiner Konkurrent für die ÖBB sieht sich der Lokalbahn-Chef nicht: "Wir sind in ganz anderen Märkten aktiv. Die großen Transporte der ÖBB könnten wir gar nicht leisten."

Der Kundenkreis der Lokalbahn sind hauptsächlich Salzburger Betriebe und deren Partner. Schwerpunktmäßig ist die Lokalbahn neben den Anschlussbahnen für die Kunden im Alpentransit tätig.

Angesichts der Wirtschaftskrise sind derzeit keine Steigerungsraten wie in den vergangenen Jahren zu erwarten. Für 2009 sieht es Mackinger als großen Erfolg, die Beförderungszahlen des Vorjahrs zu halten.

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