Schaeffler spielt bei Conti auf Zeit

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Das Familienunternehmen Schaeffler will seine Macht über den Autozulieferer Continental aus Hannover einem Pressebericht zufolge auf Jahre hinaus sichern. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, versucht Schaeffler, in intensiven Verhandlungen die Gläubigerbanken dazu zu bewegen, der hoch verschuldeten Gruppe mehr Zeit für die Neuordnung ihrer Finanzen zu gewähren.

Ein Schaeffler-Sprecher erklärte dazu in Herzogenaurach: "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht. Wir arbeiten unverändert an der raschen Zusammenführung beider Unternehmen." Laut "SZ" will die Eigentümer-Familie Schaeffler nicht jetzt, mitten in der Krise, die Bedingungen eines Zusammenschlusses von Conti und Schaeffler festzurren, sondern erst wenn es den Firmen wirtschaftlich besser gehe. Dadurch erhoffe sich Schaeffler eine stärkere Verhandlungsposition. Schaeffler suche auch nach Wegen, auf finanzielle Hilfe vom Staat verzichten zu können.

Schäffler hält knapp die Hälfte der Conti-Aktien und hat weitere 40 Prozent bei Banken geparkt. Durch die Übernahme der weitaus größeren Conti war das fränkische Familienunternehmen in eine finanzielle Schieflage geraten. Beide Unternehmen drückt eine Schuldenlast von jeweils über zehn Mrd. Euro.

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