ÖBB prüfen Nutzen der Regionalbahn

Teilweise Schließung der Mühlkreisbahn erwogen

ÖBB-Infrastrukturchef Andreas Matthä hält die Regionalbahn ab Rottenegg (Bezirk Urfahr-Umgebung) nicht für sinnvoll.

Laut Matthä wäre die Bedienung der Strecke bis Aigen (Bezirk Rohrbach) mit dem Postbus die bessere Variante. Die Mühlkreisbahn ist zwischen Linz und Rottenegg gut ausgelastet, danach jedoch schwinden die Fahrgastzahlen. Der Vorstandsvorsitzende der ÖBB-Infrastrukturgesellschaft präferiert eher eine Lösung mit dem Bus: "Wir wären dann auch flexibler und könnten beispielsweise manche Ortszentren anfahren." Er lasse sich aber gerne von der Landespolitik eines Besseren belehren, so Matthä.

Um den Nahverkehr im Mühlviertel hatte es in der jüngeren Vergangenheit teils heftige politische Diskussionen gegeben. Im August schließlich wurden von der Landesregierung Pläne für den öffentlichen Verkehr im Großraum Linz beschlossen. Die SPÖ hatte zuvor einen Regioliner vorgeschlagen, eine Straßenbahn vom Linzer Hauptbahnhof bis nach Aigen. Die ÖVP dagegen war dafür eingetreten, die bestehende Mühlkreisbahn zu attraktivieren und mit einer City-S-Bahn zum Hauptbahnhof zu verlängern.

Eine Studie, die beide Vorhaben bewerten sollte, kam zu dem Schluss, die Verbesserung der Mühlkreisbahn mit City-S-Bahn zu verwirklichen und zusätzlich eine weitere Straßenbahn-Nord-Süd-Achse in Linz zu bauen mit einer Verlängerung bis nach Pregarten (Bezirk Freistadt). Dieses Ergebnis wurde von der Landesregierung beschlossen, der Teil betreffend der City-S-Bahn jedoch nur von ÖVP und Grünen gegen die Stimmen der SPÖ, der Rest einstimmig. Die Pläne sollen schrittweise verwirklicht werden.