Zweiter Prozess

Benko bekommt 15 Monate bedingt, Nathalie freigesprochen

Der gefallene Signa-Gründer René Benko ist am Mittwoch am Landesgericht Innsbruck wegen betrügerischer Krida zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt worden.  

benko
© apa

Innsbruck. In einem Teil der Anklage wurde der 48-Jährige hingegen freigesprochen. Seine Frau Nathalie wurde von den Vorwürfen der Beitragstäterschaft hingegen in allen Punkten im Zweifel freigesprochen.

Die Benkos vor Gericht

 

Das Ehepaar soll in einem Tresor von Verwandten Bargeld, Uhren und Schmuck im Wert von 370.000 Euro versteckt und damit Gläubigern vorenthalten haben.

Für René Benko war es indes die zweite nicht rechtskräftige Verurteilung wegen betrügerischer Krida - erst im Oktober war er in Innsbruck in einem anderen Fall zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Auch hier erfolgte allerdings ein Teilfreispruch.

Video zum Thema: Der Benko-Prozess - Rene und Nathalie vor Gericht

Nathalie Benko im Gericht:

benko
© apa

Benko Rene Nathalie
© APA

WKStA fand Argumente der Angeklagten "unglaubwürdig"

Konkret soll Nathalie Benko laut Anklage der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) nur fünf Tage nach dem Insolvenzantrag von Rene Benko als Einzelunternehmer den Tresor im Haus ihrer Tante und ihrem Onkel im Tiroler Oberland aufstellen haben lassen. Dort verbargen sich Uhren, die Benko seinen Söhnen im Alter von sechs und elf Jahren zu Weihnachten geschenkt haben soll sowie weiterer Schmuck und Bargeld in Höhe von 120.000 Euro. Für die WKStA waren die Erklärungen des Ehepaars, wonach Nathalie Benko diese Vermögenswerte sowie weitere hochpreisige Ringe im Zuge eines Umzuges in Sicherheit bringen wollte, "unglaubwürdig".

Keine Aussagen der Benkos 

Die beiden Eheleute hatten sich indes vor dem Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richterin Heide Maria Paul "nicht schuldig" bekannt. Weitere Aussagen machten sie vor Gericht nicht, sondern verwiesen auf schriftliche Stellungnahmen.

+++ Die ganze Chronik des zweiten Prozesses gegen Rene Benko und seine Frau Nathalie, nachzulesen im Ticker von oe24 +++ 

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
 18:17

Das war's aus Innsbruck.

Der zweite Benko-Prozess ist gelaufen. Die Chronik des Prozess-Tages können Sie im Ticker auf oe24 im Ganzen nachlesen.

 18:05

Wie geht es weiter?

„Für beide keine einfache Situation“, kommentiert Wess die Frage, wie es Benko nach dem Urteil emotional gehe. Er halte es auch für rechtswidrig, dass sogar überwachte Telefonate zwischen den beiden verboten seien.

 17:59

Benko bleibt in Haft

Benko wird nach seinem Schuldspruch wohl weiter in der JA inhaftiert bleiben. Sein Anwalt Wess geht nicht davon aus, dass sich jemand dagegen aussprechen werde.

 17:55

Legt Benko Rechtsmittel ein?

„Bis Montag wird die Entscheidung definitiv gefallen sein“, so Wess auf die Frage, ob er Rechtsmittel einlegen wolle. Seinem Kollegen Hohenauer gratuliert er zum Freispruch für Nathalie Benko.

wess

 17:55

Die große Überraschung

Wess zeigt sich ganz eindeutig überrascht, dass zwischen den Uhren unterschieden worden ist. Nochmal zur Erinnerung: Für zwei Uhren wurde Benko schuldig gesprochen, für die anderen neun wurde er jedoch freigesprochen.

 17:53

Glückwunsch an den Kollegen

Seinem Kollegen, dem Anwalt von Nathalie Benko, gratuliert Wess zum Freispruch von Nathalie.

 17:52

Anwalt stellt sich Kameras

Benko-Anwalt spricht von einem "unbefriedigenden" Urteil. Er stellt sich vor dem Gericht den Kameras: "Schwierig zu kommentieren", sagt der Anwalt vor dem Gericht. Damit meint er den Schuldspruch einerseits und den Freispruch andererseits. "Würde man ein Fußballspiel mit 9:2 gewinnen, wäre man froh, in diesem Fall ist es anders." Damit spielt Wess darauf an, dass Benko lediglich wegen zwei Uhren schuldig gesprochen worden ist.

 17:49

Die Umarmung der Benkos

Nach seiner Verurteilung und ihrem Freispruch kam die große Geste: Nach einem Jahr haben sich Rene und Nathalie Benko zum ersten Mal wieder umarmt. Sie wechselten kurz ein paar Worte und fielen sich dann in die Arme.

Benko Rene Nathalie © APA

Benko Rene Nathalie © APA

 17:47

Ordentlicher Lebenswandel

Strafrahmen: Der bisher ordentliche Lebenswandel sei strafmildernd für Benko. Die erstinstanzliche Verurteilung aus dem Oktober habe keine Auswirkung darauf, da sie noch nicht rechtskräftig ist. Durch die weggefallenen, nicht verurteilten, sei auch der Geldschaden wesentlich geringer.

 17:45

Benko und seine Nathalie umarmen sich

 17:40

Der Freispruch für Nathalie

Nathalie Freispruch: "Da hat es Verdachtsmomente gegeben", so die Richterin. Aber es habe - bis auf die zeitliche Komponente - keine weiteren Auffälligkeiten gegeben. Zudem habe Nathalie tatsächlich viele ihrer eigenen Wertgegenstände in dem Tresor gelagert.

Beitrag zu einer betrügerischen Krida könne man ihr also noch vorwerfen, so die Richterin.

 17:40

Die Uhren

Es sei offenbar "praktiziert" worden, dass in der Familie solch hochpreisige Uhren an Kinder geschenkt worden seien, begründet die Richterin den teilweisen Freispruch für einige Uhren von Benko.

 17:35

Freisprüche werden wie folgt begründet:

Beim Bargeld und den restlichen Uhren von Benko, wo er ja freigesprochen wurde: Hier konnte nicht "mit der erforderlichen" Sicherheit festgestellt werden, dass er der "wahre" Eigentümer davon sei, so die Richterin.

 17:34

Der Anwalt

Benkos Anwalt Norbert Wess sieht überhaupt nicht glücklich aus mit dem Urteil. Verständlich: Immerhin ist sein Mandant nicht rechtskräftig schuldig gesprochen, während die Mitangeklagte Nathalie Benko freigesprochen wurde.

 17:29

Die Frau zeigt sich kühl

Nathalie Benko wirkt relativ unbeeindruckt von dem Freispruch. Der Gesichtsausdruck ist unverändert. Benko hört den Ausführungen der Richterin aufmerksam zu.

 17:28

Die erste Begründung

Richterin führt aus, dass theoretisch viel möglich ist. Etwa, dass man so vermögend ist und dadurch den Kindern hochpreisige Geschenke machen kann. Aber Bilder hätten ja gezeigt, dass Benko die Uhren nach der Schenkung noch gelegentlich trug, wie zum Beispiel auf einem Segelboot. Auf einem Segelboot würde man, so die Argumentation der Richterin, keine ausgeborgte, teure Uhr tragen.

 17:27

Wegen 120.000 Euro Bargeld gab es hingegen einen Freispruch für Rene Benko

 17:24

Benko wurde wegen zwei Uhren und Manschettenknöpfen verurteilt. Wegen allen 11 Uhren wurde er also nicht verurteilt.

 17:24

Während ihr Mann zu 15 Monaten bedingt verurteilt wurde, wird seine Frau Nathalie freigesprochen!

 17:22

Nathalie freigesprochen!

 17:22

15 Monate bedingt für Rene Benko

 17:20

SCHULDIG! Urteil im Benko-Prozess gefallen

 17:20

Jetzt kommt Nathalie in den Saal

 17:19

Benko ist da, auf seine Frau Nathalie heißt es warten

 17:18

Jetzt fällt das Urteil!

 17:13

URTEIL wird verkündet! René Benko und Nathalie kommen zurück ins Gericht

 17:11

Die Medien warten

Auch wir von oe24 stehen gerade vor dem Saal und warten wie unzählige andere Medienvertreter auf den Einlass und das Urteil. Bleiben Sie jetzt auf jeden Fall dran, bei oe24 verpassen Sie nichts!

 17:06

Die Benko-Entscheider

Hinter den Kulissen wird weiter über das Benko-Urteil beraten. Eine Richterin und fünf Schöffen befinden sich hinter verschlossenen Türen.

 17:02

Es staut sich

Vor dem Gerichtssaal ist das Gedränge groß: Alles wartet auf den Einlass und natürlich auf Rene und Nathalie Benko.

 17:01

Die Uhr tickt

Jetzt wäre es Schlag 17 Uhr. Eine Stunde wollte sich das Gericht zurückziehen. Doch: Es dauert noch, das Warten geht weiter.

 16:56

Schuldig oder nicht?

Das ist die große Frage beim zweiten Prozess gegen Rene Benko und diesmal auch seine Frau Nathalie. Die dritte Möglichkeit: Das Gericht vertagt sich. Theoretisch ist für nächste Woche ein weiterer Verhandlungstag anberaumt.

 16:50

Das Schweigen der Benkos

Von den Benkos gab es in der Sache nichts Neues. Rene und seine Frau Nathalie schwiegen eisern.

 16:48

Der große Countdown!

Jetzt geht es noch um ein paar wenige Minuten. Stellen Sie den Wecker auf 17 Uhr, dann soll das Benko-Urteil kommen!

 16:28

Halbzeit in Innsbruck

Die Hälfte ist geschafft, jetzt heißt es noch rund 30 Minuten warten, und dann fällt wohl das zweite Urteil im Benko-Prozess.

 15:52

Das war's

Nathalie Benkos Anwalt ist mit seinem Schlussplädoyer fertig. Die beiden Benkos schließen sich den Ausführungen ihrer Anwälte an. Das Gericht zieht sich jetzt zur Beratung zurück.

In einer Stunde soll sich der Saal dann wieder füllen und ein Urteil kommen!

 15:48

Nathalies Anwalt spricht

Im Rahmen des Schlussplädoyers im Benko-Prozess erhob Michael Hohenauer, Anwalt von Nathalie Benko, schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwältin. Er sagte, es passe ihr nicht, dass wertvolle Ringe im Tresor von Frau Benko seien – Ringe, die einen Wert von über 5,5 Millionen Euro hätten.

Der Anwalt ging weiter auf den Ursprung des Tresors ein und erklärte, dass dieser „wegen der Ringe angeschafft wurde“, was seiner Meinung nach von der Staatsanwaltschaft absichtlich missinterpretiert werde.

 15:43

Jetzt ist Nathalies Anwalt an der Reihe

Er sei „fassungslos“ über die einseitige Herangehensweise der Staatsanwaltschaft.

Hohenauer, der Anwalt von Nathalie Benko, ließ im Schlussplädoyer keinen Zweifel an seiner Kritik an der WKStA. Er wiederholte die Vorwürfe, die er bereits am Vormittag vorgetragen hatte

 15:37

Benko-Anwalt Wess mit einem fulminanten Schlussplädoyer

"Niemand hier in dieser Republik hat sich frei zu beweisen", betont Wess erneut in seinem Schlussplädoyer.

Er erinnert die Schöffen erneut an den Schwur, den sie am Anfang ablegen mussten.

Wess habe sich auch in der Schule seiner Kinder umgehört, wo es durchaus wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmer-Eltern gebe. Er fragte diese, ob es schon mal vorgekommen sei, dass man etwa einmal ein Auto zum Jahrestag oder dergleichen hergeschenkt habe. Die Antwort laut Wess war oft "Ja". Danach wollte er von den Eltern wissen, ob sie eine Schenkungsmeldung machten. Die Antwort: Nein.

 15:31

Paukenschlag in Innsbruck

Anwalt legt zwei eidesstattliche Erklärungen vor:

Wess zückt jetzt zwei notariell beglaubigte Stellungnahmen von Benkos Mutter und Schwester. Diese müsse er aber eigentlich nicht vorlegen, den die Benkos müssten nicht ihre Unschuld beweisen, sondern die WKStA das Gegenteil. Dennoch lese er die Erklärungen jetzt vor, nachdem ihm die WKStA diesen "Elfmeter" aufgelegt habe.

 15:28

Das sei "Unrecht"

Wess bezeichnet das Schlussplädoyer der WKStA als "alten Wein in neuen Schläuchen". So dürfe man aber Verfahren in Österreich nicht führen, so Wess. Man dürfe auf so einer Begründung basierend nicht so vorgehen. Das sei "Unrecht". Die Staatsanwaltschaft müsse mit an "Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" beweisen, dass es anders gewesen sei. Das tue sie aber nicht, kritisiert Wess.

 15:22

Jetzt legt der Benko-Anwalt nochmal los

Wess ist mit seinem Schlussplädoyer dran. Benkos Anwalt erklärt, er sei heute bereits schon "emotional und erzürnt" über die Anklageschrift gewesen. Im Laufe des Verfahrens denke man dann darüber nach, ob man sich dafür entschuldigen sollte. Seine Antwort: "Nein, das möchte ich nicht".

 15:20

Glasklarer Fall - zumindest für eine Seite

Die WKStA fordert einen Schuldspruch für die Benkos.

 15:19

Es geht - ums Geld

Jetzt geht's um das Bargeld. Benko gab an, das Geld stamme aus Bargeldbehebungen und sei "Haushaltsgeld" für Nathalie Benko. Diese stelle das aber in ihrer Gegenäußerung anders dar. Sie meint, das Geld stamme aus einer "Sonderunterhaltszahlung", die sie jährlich "in Millionenhöhe" bekommen habe, so die Staatsanwaltschaft.

Laut WKStA hätte es viele andere Möglichkeiten gegeben, die Wertgegenstände sicher zu lagern. Etwa in einem Tresorraum der Villa, einem Tresor in einem anderen Luxus-Haus oder Schließfächern, die auf Benko liefen. Der neue Tresor im Haus der Verwandtschaft von Nathalie Benko sei also nicht nötig gewesen.

 15:12

Geschenkübergabe zu Weihnachten

Laut WKStA gebe es Bilder von der Geschenkübergabe zu Weihnachten 2021 im Hause Benko. Die Geschenke reichen von Playstation über Sportgeräte, aber eben keine (!) Manschettenknöpfe, so die Staatsanwaltschaft. Und das, obwohl es laut Benko ja ein "besonders emotionales" Geschenk gewesen sei.

Zudem gebe es vom Tag darauf, dem 25. Dezember, ein Foto, wo Benko bereits wieder die Uhr trägt, die er noch am Vortag verschenkt hatte.

 15:08

Es laufen die Schlussplädoyers

Staatsanwaltschaft beginnt mit Schlussplädoyer. Sie führt aus, dass es von Nathalie Benko lediglich die schriftliche Gegenäußerung gebe.

Man habe viele objektivierte Tatbestände wie Chatprotokolle oder Fotoaufnahmen, so die WKStA.

Benko habe in seiner Aussage zum Teil ausweichend geantwortet, kritisiert die WKStA. Zudem habe er bei seiner Aussage vor der Haftrichterin wesentliche Details nicht erwähnt, die sich später in seiner Gegenäußerung fanden. Warum nicht schon vorher, fragt sich die WKStA.

Jetzt will man die objektiven Tatbestände im Detail ausführen.

 15:05

Die beiden Anwälte der Benkos:

benko anwälte © apa

 15:03

Hier ist Nathalie Benko im Gerichtssaal

benko © apa

benko © apa

benko © apa

benko © apa

benko © apa

benko © apa

benko © apa

benko © apa

 15:01

Alle wieder da

Sie versammeln sich im Saal: die Richterin, die fünf Schöffen und natürlich René Benko, seine Frau Nathalie und die beiden Anwälte.

 14:59

Eine Zusammenfassung vor dem Finale

Wir machen hier mit Ihnen gleich die sechste Stunde voll. Wer im Laufe der Zeit etwas den Überblick verloren hat und vor dem Finale nochmal alles kompakt und auf den Punkt wissen will, bei oe24 sind Sie richtig. Wenn heute ein Urteil kommt, dann geht es in wenigen Sätzen um DAS:

Der zweite Prozess gegen Signa-Gründer René Benko hat am Mittwoch am Innsbrucker Landesgericht begonnen. Neben ihm muss sich auch Ehefrau Nathalie verantworten. Sie sollen im Rahmen der Insolvenz Benkos als Einzelunternehmer 370.000 Euro an Bargeld, Schmuck und Uhren in einem Tresor bei Verwandten versteckt haben. Die Staatsanwaltschaft sah den Tatbestand der betrügerischen Krida gegeben, die Verteidiger stritten dies ab. Die beiden Angeklagten verzichteten auf Aussagen.

UND: Jetzt geht es auch schon weiter - LIVE aus dem Gerichtssaal in Innsbruck.

 14:48

Jetzt wird es langsam ernst

Der Showdown um Rene und Nathalie Benko geht in Innsbruck ins Finale. Alles wartet gespannt darauf, kommt schon heute ein Urteil oder vertagt sich das Gericht auf nächste Woche? Vor Ort ist die Spannung mit Händen zu greifen. Die Stimmung ist angespannt.

benko gericht © apa

 14:46

So geht es nach der Pause weiter

Nach der Pause kommen die Schlussplädoyers. Danach ziehen sich die hohe Herrschaften zurück und kommen dann wieder in den Gerichtssaal.

 14:39

Pause Nummer 2!

Die Verlesung ist vorbei: Es gibt nochmal 15 Minuten Pause.

 14:38

Der Krimi von Innsbruck

In Innsbruck wird es im Gericht zum Krimi. Die Verhandlung dauert bereits fünf Stunden. Lediglich eine Unterbrechung von 5 Minuten gab es. Im Gerichtssaal macht sich allmählich Erschöpfung breit. Auch die fünf Schöffen machen zunehmend einen müden Eindruck. Ob es heute ein Urteil gibt? Schwer zu sagen. Rene und Nathalie Benko haben nicht ausgesagt, das macht ein Urteil am heutigen Tag wahrscheinlicher. Kommt kein Richterspruch, ist für nächste Woche ein zweiter Verhandlungstag angesetzt.

 14:32

Das eiserne Schweigen der Benkos

Er sei "nicht schuldig", erklärte Benko in seiner Einvernahme nach den Plädoyers von Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) knapp, aber betont. Er verweise auf die schriftlich eingebrachte Gegenäußerung seiner Anwälte, die er mit diesen akribisch vorbereitet habe: "Ich erhebe sie hier zu meiner Aussage." Er sehe seine Frau heute das erste Mal nach seiner Inhaftierung im Jänner des heurigen Jahres, sagte der 48-Jährige emotional mitgenommen. Aufgrund des Mediendrucks wolle er nicht mehr aussagen.

Auch Nathalie Benko wollte sich angesichts des "enormen Drucks" bei der Verhandlung nicht weiter äußern und verwies wie ihr Mann auf eine schriftliche Stellungnahme. Die 42-Jährige bekannte sich ebenfalls "nicht schuldig".

 14:22

Einer passt ganz genau auf!

Trotz der durchaus trockenen Verlesung ist einer hellwach: Benkos Anwalt Norbert Wess. Er nimmt einen Versprecher der Richterin sofort wahr und korrigiert: Es waren nicht 150.000 sondern 120.000.

 14:18

Der Ehering am Finger

Rene und Nathalie Benko waren zwar ein Jahr getrennt und hatten keinen Kontakt, ihren Ehering trägt Benkos Frau weiter. Gut sichtbar, auch im Gerichtssaal.

 14:16

Die Chats

Gerade wurden in Innsbruck die Chat-Protokolle verlesen. Dabei geht es um den Safe bei "Moni" und "Bernd".

 14:13

"Tante Moni" hat sich entschlagen

Die Richterin gab bekannt, dass sie auf Grund des Verwandtschaftsverhältnisses zu Nathalie nicht aussagen wollte.

 14:06

Großer Medienandrang

Wie schon beim ersten Krida-Prozess gegen den gestrauchelten früheren Multimilliardär war auch diesmal der Medienandrang vor und im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Innsbruck äußerst groß.

Rund 50 Journalistinnen und Journalisten - auch aus dem Ausland - versammelten sich im Saal, hinzu kamen zahlreiche Fotografen und Kamerateams. Als der in Untersuchungshaft sitzende Benko von Sicherheitsbeamten - erneut ohne Handschellen - in den Gerichtssaal geführt wurde, ging ein minutenlanges Blitzlichtgewitter auf ihn nieder. Der 48-Jährige ist sichtlich gezeichnet. Ehefrau Nathalie kam erst in den Gerichtssaal, als die Fotografen und Kamerateams den Schwurgerichtssaal bereits verlassen mussten.

 13:55

Wieder vereint - vor Gericht

Ein Jahr haben sich die beiden nicht gesehen. Rene Benko und seine Frau Nathalie treffen sich erst im Gerichtssaal wieder. Hier trennen sie vielleicht zwei Meter. Sie stehend, schaut ins Nichts. Er, sitzend, blickt schräg in ihre Richtung - auf den Boden und mit einem Auge zu seiner Frau: "Ich habe meine Frau fast ein Jahr nicht gesehen", sagte Rene Benko in einem emotionalen Moment vor Gericht.

benko © apa

 13:53

Benko und seine Frau im Gerichtssaal

benko gericht © apa

nathalie Benko © apa

 13:52

Es geht um Benkos Aussagen

Bei der Verlesung durch die Richterin geht es zum Beispiel um die Einvernahme Benkos, seine Aussage vor der Haftrichterin.

 13:45

Er ohne Uhr, sie mit Notizen

Stichwort teure Uhren: Rene Benkos linkes Handgelenk ist "nackt", er trägt keine Uhr. Während der Verlesungen macht sich Nathalie Benko eifrig Notizen, sie faltet einen Zettel und beschreibt ihn auf verschiedenen Seiten.

 13:30

Die Pause ist vorbei

Jetzt geht es weiter. Es kommen im Eiltempo die Verlesungen. Alles schaut gespannt nach Innsbruck. Die Benkos, Rene und Nathalie, bekennen beide "nicht schuldig" und warten auf ihr Urteil.

 13:23

Die Ruhe vor dem Sturm

Es ist ein kurzes Durchatmen. Die Knallhart-Richterin zeigt Erbarmen und lässt alle Beteiligten nach über 4 Stunden einmal 5 Minuten durchschnaufen. Dann kommen die Verlesungen.

 13:17

Die ERSTE Pause

Jetzt wird für 5 Minuten unterbrochen.

 13:12

Einmal JA, einmal NEIN

Nathalie Benkos Anwalt will wissen, ob er René Benko je gesehen hat, wie er die Diamantringe auf der Liste trage ("Nein") und ob er je Nathalie Benko mit teurem Schmuck gesehen habe ("Ja"). Ob es sich dabei aber um die Versicherungsstücke handelt, wisse er nicht. Er wolle "nicht spekulieren", so der Zeuge wiederholt.

Nathalie Benkos Anwalt wollte wissen, ob die Versicherung für das Tragerisiko auf eine bestimmte Person gestellt war. Der Zeuge bejaht, denn dadurch, dass um Nathalie Benko immer Leibwächter seien, konnte man eine Versicherungsreduktion herausschlagen.

Damit ist die Befragung dieses Zeugen beendet und auch das Beweisverfahren abgeschlossen. Jetzt kommen die Verlesungen.

 13:05

Jetzt befragt Wess den Zeugen.

Er führt aus, dass der Zeuge gemeint habe, dass die Liste ständig aktualisiert worden sei. Wess zeigt, dass etwa eine gelbe Hublot, die Benko von seiner Frau zum Geburtstag bekam, nicht auf der Liste sei. Der Zeuge erklärt, dass ihm das offenbar nicht kommuniziert worden sei und er demnach das auch nicht wissen könne.

Wess zeigt nun weitere Uhren auf, die sich ebenso nicht auf der Versicherungsliste finden, diese also nicht aktualisiert worden sei. Der Zeuge erklärt wieder, dass ihm das offenbar nicht kommuniziert wurde.

Wess will wissen, ob der Zeuge wahrgenommen hätte, dass Benko gerne mal eine Uhr verschenkt. Der Zeuge antwortet: "Also mir nicht." Der Saal lacht. Es ist eine schöne Auflockerung für die angespannte Verhandlung, die nun schon fast 4 h nonstop läuft.

 13:00

Die ominöse Versicherungsliste

Jetzt geht es um die Versicherungsliste, wo verschiedenste Vermögenswerte aufgelistet worden sind. Die Richterin will wissen, wer diese erstellt hat und wer die Fotos der Versicherungsgegenstände beigesteuert hat. Letztere kamen laut dem Zeugen von Nathalie Benko.

Die Richterin will wissen, ob es bei einem Wertgegenstand zu einem Schadensfall kam. Der Zeuge verneint. Seiner Erinnerung nach sei es zu keinem Schadensfall gekommen.

 12:52

Zeuge Grabenweger ist fertig - der nächste folgt

Jetzt kommt der nächste Zeuge. Er war in der Laura Privatstiftung für Versicherungen jeglicher Art zuständig.

Keine Pause, gleich nächster Zeuge, die Richterin zieht knallhart durch.

 12:40

Unter 300.000 Euro

Wess will von Grabenweger wissen, warum er ausschließen könne, dass Geschenke für Benkos Kinder im Bereich von unter 300.000 Euro nicht möglich seien, obwohl ja Nathalie Benko alleine in einer Zeitspanne von drei Jahren 5,5 Mio. Euro an anlassbezogenen Geschenken bekam.

Grabenweger führt aus, dass das bei Kindern ja anders sei. Zwar würden klarerweise manche Kinder teurere Geschenke bekommen, das bewege sich aber im dreistelligen Rahmen.

Nathalie Benkos Anwalt will wissen, ob seine Mandantin bei irgendwelchen Bestandsaufnahmen dabei gewesen sei. Grabenweger verneint.

 12:34

Heftiges Wortgefecht

Die Staatsanwaltschaft will ins Protokoll haben, dass Grabenweger Benko beim ersten Treffen gefragt habe, ob das "alles" sei und Benko das bejaht habe.

Wess kontert scharf, dass sich das in keinem Bericht findet, wonach Benko wahrheitswidrig das bejaht haben soll.

Jetzt geht es um eine Auflistung von anlassbezogenen Geschenken nach Jahren und Wert. Wess will wissen, ob er sich damit zufrieden gegeben habe. Grabenweger will aufklären, dass seine Aussage nicht auf das bezogen gewesen wäre. Wess kontert, dass das aber nicht seine Frage gewesen sei. Es kommt zum kurzen Wortgefecht, die Richterin greift ein und stellt die Frage von Wess nochmal - nur anders formuliert.

 12:26

Benko-Anwalt nimmt Masseverwalter in die Mangel

Jetzt darf Benkos Anwalt den Masseverwalter befragen. Er nimmt Grabenweger gleich in die Mangel, denn dieser habe gemeint, Benko habe als Barvermögen 0 Euro angegeben. Aber auf dem Konto des Signa-Gründers seien, das bestätigt Grabenweger auch, mehrere Tausend Euro gewesen. "Ich habe heute auch kein Bargeld dabei", so Wess.

Wess: "Das finde ich in keinem Bericht. Ich finde in keinem Bericht: Der Herr Benko hat mir am Anfang nur drei Uhren gezeigt." Das höre er heute zum ersten Mal, so der Benko-Anwalt, der Grabenweger scharf angeht. Zudem habe Benko proaktiv die weiteren Uhren bekanntgegeben. Der Insolvenzverwalter bestätigt, dass Benko das "von sich aus" bekanntgegeben habe.

 12:21

Kurzer Schlagabtausch

Staatsanwaltschaft befragt jetzt den Zeugen. Die WKStA will wissen, ob sich der Insolvenzverwalter unter "anlassbezogenen Gelegenheits-Geschenken" für Benkos Kinder so hochpreisige Uhren vorgestellt habe. "Natürlich nicht", so Grabenweger. Hätte er das gewusst, hätte er sich damit nicht zufrieden gegeben.

Kurzer Schlagabtausch zwischen Staatsanwalt und Benko-Anwalt Wess, ob eine Frage der WKStA zulässig ist. Die Richterin lässt sie nicht zu.

 12:15

Nathalie Benko vor Gericht

nathalie Benko © apa

nathalie Benko © apa

nathalie Benko © apa

nathalie Benko © apa

 12:11

Die Benkos lauschen genau

René Benko lehnt sich kurz vor, fragt seinen Anwalt offenbar etwas. Der zeigt ihm kurz ein Dokument. Benko lehnt sich wieder zurück. Der Signa-Gründer ist bei den Zeugeaussagen noch einmal sichtlich aufmerksamer als ohnehin schon zuvor. Auch Nathalie Benko bespricht sich immer wieder mit ihrem Anwalt.

Der Masseverwalter gibt an, dass anlassbezogene, gelegentliche Geschenke von Benko an seine Kinder nicht angeben wurden.

Jetzt führt Grabenweger noch aus, wie er auf die "fehlenden" Uhren kam. Zum einen: Benko galt ja laut Medienberichten als Uhrensammler, daher sei er verwundert gewesen, dass in dem Tresor nur zwei Uhren gewesen seien plus das eine Exemplar, das er an seinem Handgelenk trug. Drei Uhren seien für einen Sammler eher wenig.

 12:05

Keinen Cent!

In dem Tresor, dem Benko ihn zeigte, sei auffällig gewesen, dass zwar nur zwei Uhren drinnen waren, es aber eine Halterung für mehr gab, so der Masseverwalter. Als Bargeld habe Benko 0 Euro angegeben. Selbst natürlich Personen würden hier oft 50 Euro angeben.

Die Richterin fragt nach dem Vermögensverzeichnis von Benko. Ein oder zwei Wochen nach der Insolvenzeröffnung sei er das erste Mal in der Villa gewesen und habe sich alle Räume zeigen alles, allerdings sah er nicht alle, wie er später erfuhr. Dann habe er zu Benko gesagt, er solle ihn alles zeigen, was ihm gehöre. Aber plötzlich seien mehr Sachen da gewesen. Das habe ihn "stutzig" gemacht, so Grabenweger. Nach der Hausdurchdurchsuchung bei Nathalie Benkos Verwandten habe er dann eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht.

 11:56

Der Nächste, bitte!

Masseverwalter Grabenweger ist da. Er ist der nächste Zeuge. Auch wird zu seiner Person befragt und über seine Rechte belehrt.

 11:49

Geflüster zwischen Nathalie Benko und ihrem Anwalt

Nathalie Benko und ihr Anwalt besprechen sich gerade im Flüsterton. Nathalie Benko und Anwalt reden noch immer leise, der Anwalt lacht. Nathalie zeigt mit ihrer Hand in Richtung Staatsanwaltschaft.

Zeuge Grabenweger, der Insolvenzverwalter, kommt in ein paar Minuten.

 11:48

Der erste Zeuge ist fertig, warten auf den nächsten

Zu der Kiste mit der Aufschrift " Nathalie Jagd", wo 60.000 Euro drinnen waren, könne er nichts näheres sagen, auch nicht zum Inhalt. Der Tresor, in der unter anderem die Uhren waren, war im Keller.

Zu den ausgewerteten Chat-Nachrichten, wonach Nathalie Benko an ihre Tante geschrieben habe, den Zettel noch zu verbrennen, habe er keine Wahrnehmungen.

Zeuge "Bernie" ist jetzt fertig. Er darf den Zeugenstand wieder verlassen.

 11:38

Der Zeuge sagt ausführlich aus

"Nie gesehen", "noch nie gesehen", "nein, noch nie gesehen". Die Richterin geht mit dem Zeugen alle Uhren durch, um zu sehen, ob er diese kennt und zuordnen kann. Er verneint stets.

Jetzt fragt die Richterin, wann und von wo der Zeuge von der Benko-Insolvenz erfahren habe. Der Zeuge erklärt, er habe aus den Medien davon erfahren, wisse aber nicht mehr genau wann. Nathalie und René Benko hätten jedenfalls nichts dergleichen erwähnt. Erst als es medienöffentlich war, habe er mit dem Ehepaar darüber gesprochen.

Der Zeuge sagt aus, keinen Zugriff auf den Tresor gehabt zu haben. Warum er sich nicht nach dem Inhalt, also die Wertgegenstände, interessierte? Das gehe ihn nichts an und "hat mich nicht interessiert".

Der Zeuge erklärt, er erinnere sich nicht an ein Mittagessen mit Nathalie Benko. Die Staatsanwaltschaft will dem Zeugen die Erinnerung auffrischen und erklärt, dass er direkt danach zu der Tresorfirma gefahren sei und dort verschiedene Modelle fotografiert hat, wie aus einer Handysauswertung hervorgeht. Der Zeuge erinnert sich jetzt, dass er mit Nathalie über den Tresor-Kauf gesprochen habe.

Jetzt fragt die WKStA, ob die Aussage des Zeugen stimme, wonach er bei den Benko-Kindern nie eine hochpreisige Uhr am Handgelenk sah, sondern ein Plastikarmband und Kinderschmuck. Der Zeuge bejaht.

 11:26

Kurze Zusammenfassung

Was wichtig ist:

1. Beide Benkos, Rene und Nathalie, sagen zur Sache nicht aus.

2. Beide Benkos bekennen sich NICHT schuldig.

 11:23

Der Zeuge verneint

Die Richterin fragt, ob Nathalie Benko erklärt habe, warum sie Wertgegenstände bei ihnen lagern wolle. Der Zeuge verneint. Sie habe lediglich gefragt, ob sie Wertgegenstände bei ihnen lagern dürfe. Bei dem diesbezüglichen Gespräch sei René Benko nicht dabei gewesen, so der Zeuge. Mit diesem habe er nie über den Tresor gesprochen.

Die Wertgegenstände, die in dem Tresor gelagert waren, habe er nie gesehen, auch nicht bei der Hausdurchsuchung, erklärt der Zeuge. Die Beamten hätten diese sofort verpackt, wodurch er sie nicht gesehen habe. Die Richterin zeigt dem Zeugen jetzt Uhren, um zu erfahren, ob er diese schon einmal gesehen habe. Er verneint. "Noch nie gesehen".

Wem die Uhren gehören, könne er demnach auch nicht sagen, so der Zeuge auf Nachfrage der Richterin.

Sehr gut möglich, aber offiziell wurde dazu noch nichts gesagt, also noch eher spekulativ.

 11:16

Berni ist an der Reihe

Seine Aussagen, die er bisher zu der Causa abgegeben habe, seien wahrheitsgemäß gewesen.

Die Richterin erklärt, er sei laut Rechnung derjenige gewesen, der den Tresor angeschafft habe. Wieso habe er einen Tresor gekauft? Der Zeuge erklärt, dass Nathalie auf ihn zugekommen sei, ob sie Wertgegenstände bei ihnen lagern könne. Da sie aber keinen Tresor hatten, hätte man diesen erst kaufen müssen. Der sei dann eingebaut worden. Und das "war's eigentlich", fasst der Zeuge zusammen.

 11:12

Zeuge "Berni"

Jetzt kommt Zeuge "Berni" . In dem Haus von "Moni" und ihm wurde der Tresor eingebaut. "Moni" ist die Tante von Nathalie Benko.

Er wird über seine Rechte belehrt.

 11:12

"Steht alles drinnen"

Benko will also keine weiteren Fragen beantworten. Benko darf zurück zur Anklagebank. Jetzt nimmt Nathalie in der Mitte Platz. Sie wird über ihre Rechte belehrt.

Sie bekennt sich "nicht schuldig"

Aber auch sie will, wie ihr Anwalt bereits ausführte, nicht weiter aussagen. In der Gegenäußerung "steht alles drinnen".

Nathalie Benko darf jetzt wieder zurück auf die Anklagebank.

 11:07

Benko nimmt Stellung

Er will ansonsten aufgrund des Mediendrucks nicht mehr aussagen. "Ich sehe meine Frau heute zum ersten Mal seit fast einem Jahr"

 11:06

Das Wiedersehen

Auch Nathalie Benko macht sich jetzt Notizen. Den Notizblock dreht sie allerdings rasch um, sodass kein anderer das Geschriebene lesen kann.

Nathalie Benko hat mit ihrem Anwalt eine Gegenäußerung eingebracht. Nathalie Benko werde in der weiteren Hauptverhandlung daher keine weiteren Angaben mehr machen. Sie sei dazu nicht in der Verfassung

Sie sieht ihre Ehemann heute zum ersten mal nach fast einem Jahr, sie steht unter Druck. Sie könne nicht konzentriert aussagen, so ihr Anwalt.

Die WKStA habe ihr ja sogar Verbot, mit ihrem Ehemann zu telefonieren, "nicht einmal überwacht", so Nathalie Benkos Anwalt. Das sei nicht einmal bei Schwerverbrechern so.

 11:06

Der Tresor

Den meisten Platz im Tresor hätten vier Ordner eingenommen, so Nathalie Benkos Anwalt. Darin hätten sich aber Rechnungen, Echtheitszertifikate und Ähnliches befunden - allerdings eindeutig von Nathalie Benko, etwa von Handtaschen oder dergleichen. Die Ordner seien dennoch bis heute nicht zurückgegeben worden, kritisiert Hohenauer. Denn ohne Echtheitszertifikate und Besitznachweise seien die Wertgegenstände jetzt viel weniger wert.

 11:05

Auch er schweigt

Auch Benko will zum Sachverhalt weiter schweigen. Was er sagt: "Ich sehe meine Frau heute zum ersten Mal seit fast einem Jahr."

 11:01

Jetzt herrscht Klarheit!

Nathalie Benko wird NICHT aussagen

 10:53

Benko macht sich Notizen, 100.000 Euro und eine "Damenhandschrift"

René Benko macht sich gelegentlich Notizen während der Ausführungen der Anwälte.

Über 95 Prozent des Wertvermögens im Tresor seien "eindeutig" Nathalie Benko zuzuweisen, so Hohenauer.

Die 240.000 Euro Wertgegenstände, die laut WKStA René Benko gehören sollen, seien im Vergleich dazu "lächerlich". Der Tresor könne also nicht "wegen" den Wertgegenständen des Signa-Gründers angeschafft worden seien, sondern wurde wegen der deutlich hochpreisigeren Wertgegenstände von Nathalie Benko angekauft, argumentiert Hohenauer.

Auf einem Geldkuvert im Tresor, darin befanden sich 100.000 Euro, sei zudem eine "Damenhandschrift" oben. Das deute nicht darauf, dass das Geld René Benko gehöre, so Nathalie Benkos Anwalt.

 10:43

Ringe für über 5 Millionen Euro!

In der gesamten Anklageschrift sei auch nicht erwähnt worden, dass in dem Tresor auch sieben Damenringe gewesen. Wert der Ringe: Über 5,5 Millionen Euro!

Daher sei es notwendig gewesen, einen Tresor dafür zu beschaffen.

Diese sieben Ringe seien nachweislich von René Benko angekauft worden. Danach habe er sie seiner Frau geschenkt.

 10:36

Bei der "Tanti Moni"

Beide Benkos lauschen aufmerksam den Ausführungen von Nathalies Anwalt. René Benko wirkt etwas angespannt, Nathalie Benko etwas lockerer und gefasster.

Die "Tante Moni" von Nathalie Benko - in deren Haus wurde der Tresor aufgestellt - sei so etwas wie eine "Ersatz-Mutter" von Nathalie gewesen, erklärt Hohenauer. Daher sei es nicht verwunderlich, dass Nathalie ihre Wertgegenstände dort untergebracht habe.

 10:31

Nathalies Anwalt knallhart

"So kanns im Rechtsstaat aber nicht funktionieren", wirft Hohenauer der Staatsanwaltschaft vor. Er verweist auf einige von Benkos Anwalt Wess vorgebrachte Beispiele.

Ein Gespräch zwischen Nathalie Benko und ihrem Ehemann, auf das sich die WKStA beziehe, sei "frei erfunden", so der Anwalt. Das habe "nie stattgefunden". Und genau dieses Gespräch sei aber das "Fundament" der Anklage. Damit breche alles zusammen und man "könnte eigentlich schon einen Punkt machen".

 10:25

Jetzt ist der Anwalt von Nathalie an der Reihe

Es sei vieles richtig zu stellen und zu korrigieren, meint er.

Nathalies Anwalt kämpft mit Ton-Problemen. Das Mikrofon fängt immer wieder zu "kreischen" an. Die Richterin hat es jetzt abgedreht. Er fährt also ohne Mikrofon fort. "Es ist wirklich notwendig aus Sicht der Zweitangeklagten, aufzuzeigen, wie unglaublich einseitig hier ermittelt worden ist", so Nathalie Benkos Anwalt. Auch er wirft der WKStA vor, nicht ergebnisoffen ermittelt zu haben.

 10:21

Der Benko-Anwalt legte so richtig los

Wess will es nicht "ins lächerliche ziehen". Aber Ermittlungen sollten nicht so geführt werden, meint der Anwalt.

Die Uhren, die Benko vor den Gläubigern verstecken haben soll, seien zudem nicht, wie von der WKStA ausgeführt, "Lieblingsstücke" gewesen. Das sei falsch. Drei Uhren, die in dem Safe waren, seien etwa noch ungetragen gewesen. Von "Lieblingsstücken" könne also keine Rede sein, so Wess.

Immer wieder wirft Wess der WKStA "Hokuspokus" vor. "So kann das nicht gehen", so Benkos Anwalt.

"Mein Onkel war Priester, leider verstorben, dort kann man Glauben. Hier nicht", attackiert Wess die WKStA, der erneut auf die von Benko eingebrachte Gegenäußerung verweist.

Benko-Anwalt ist jetzt mit seinen Ausführungen am Ende. Er fordert einen Freispruch für seinen Mandanten.

 10:13

Wie viel Geld war es jetzt genau?!

Jetzt gehts um die 120.000 Euro Bargeld: Laut Wess ein "Totalschaden" für die WKStA.

Aus Bankauszügen sei klar erkenntlich, dass Benko häufig viel Geld behoben habe. Zudem seien 100.000 der Gesamtsumme in 500-Euro-Scheinen. Und: 500 Euro würden seit 2019 nicht mehr ausgegeben, so Wess. Das Argument, dass man sich also schnell noch einen "Notgroschen" beiseite geschafft habe, sei also völlig falsch, erklärt Wess.

 10:09

Heftig!

Der Benko-Anwalt Wess mit heftigen Worten: "Ich werde ihn (Benko) aufs Blut verteidigen"

 10:08

"Wir geben uns ein Bussi"

Die WKStA habe in ihrer Anklageschrift argumentiert, dass es keine Fotos von der Geschenkübergabe der Uhren gab. Für Wess sei das völlig unverständlich. "Dann habe ich gefühlt meiner Frau noch nie etwas geschenkt", scherzt Wess. Denn er würde da nie ein Foto machen, sondern "wir geben uns ein Bussi"

Es sei in einem Familienverband "völlig normal", so Wess, dass man sich eine Uhr ausborge. Benko gab ja bekanntlich an, sich die an seine Söhne geschenkten Uhren ab und an noch einmal ausgeborgt zu haben.

 10:08

Der Safe

Jetzt gehts um die Safe-Anschaffung: Wess erklärt, die WKStA wisse nicht einmal, ob Benko bei einem Mittagessen von Benko mit den Verwandten, wo der Tresor aufgestellt wurde, dabei war oder nicht. Die WKStA schließe aber, dass Nathalie ihrem Ehemann spätestens bei einem anschließenden Telefonat darüber berichtet haben soll. Für Wess sei dieser Schluss unverständlich. Denn auch er telefoniere immer wieder mit seiner Frau, das sei halt so unter Eheleuten.

 10:08

ail von Benko

Wess bezieht sich nun auf ein Mail von Benko an seinen Insolvenzverwalter. Denn darin habe er klar geschrieben, dass er anlassbezogene, gelegentliche Geschenke an seine Kinder in seiner Vermögensliste weggelassen habe. Benko habe somit nichts verheimlichen wollen. Die WKStA habe hier einen "schweren Denkfehler".

 10:07

 10:05

Die Frau an seiner Seite

Nathalie Benko wirkt im Gericht gefasst und fokussiert. Die meiste Zeit blickt sie starr nach vorne. Nur ab und an schweift ihr Blick zu den Medienvertretern ab. Emotionaler wirkt ihr Mann, Rene Benko: Er schüttelte bereits zu Beginn immer wieder mit dem Kopf, als die WKStA ausführte. Ein Ehepaar, zwei ganz unterschiedliche Emotionen.

 09:57

Es geht um den Geschäftsmann und seine Uhren

Die WKStA habe viele entlastende Aussagen und Tatsachen nicht dokumentiert. Die Staatsanwaltschaft habe nicht ergebnisoffen ermittelt, attackiert Wess die WKStA.

Benko sei damals ein „erfolgreicher, vermögender Wirtschaftstreibender“ gewesen, so Wess. „Da wurden tolle Projekte auf die Straße gebracht“. Es seien viele Unternehmer bereits gescheitert. Und genau in dieser Zeit, als er ein erfolgreicher Unternehmer war, habe sich die Uhren-Schenkung an seine Söhne abgespielt, so der Anwalt.

Beide Benkos verfolgen die Ausführungen von Wess aufmerksam. Beide blicken die meiste Zeit gerade nach vorne. Ab und zu blickt Nathalie in Richtung der Medienvertreter.

 09:54

"Science Fiction",

Ab Seite 10 der Anklageschrift wird es "Science Fiction", geht Wess die WKStA scharf an. Das sei alles "Hokuspokus".

Wess mit Ironie: Zum Glück si d die Ringe, sieben Damenringe, nicht angeklagt. Der Benko-Anwalt erklärt, dass die Anklageschrift zum Teil schwerst "aktenwidrig" sei.

 09:53

Die Verteidigung

Wess erklärt, er habe sehr auf diesen Prozess gewartet, da er medial "leider" so getrieben wurde, wie die Staatsanwaltschaft jetzt ausgeführt hat. Es sei ein "Paradefall dafür, wie man nicht anklagen darf und soll".

So etwas dürfte nicht von einer Anklagebehörde passieren. Die WKStA müsse ergebnisoffen arbeiten, das sei aber nicht passiert.

 09:47

Harsche Worte

Benkos Anwalt geht die Staatsanwaltschaft scharf an. Er sei bei keiner einzigen Haftprüfung gewesen.

Nathalie Benko gibt an, derzeit keine Einkünfte zu haben, sie sei derzeit "Fulltime-Mami".

 09:45

Das sagt der Benko-Anwalt

Wess erklärt, er habe sehr auf diesen Prozess gewartet, da er medial "leider" so getrieben wurde, wie die Staatsanwaltschaft jetzt ausgeführt hat. Es sei ein "Paradefall dafür, wie man nicht anklagen darf und soll".

So etwas dürfte nicht von einer Anklagebehörde passieren. Die WKStA müsse ergebnisoffen arbeiten, das sei aber nicht passiert.

 09:44

Wiedervereint: Rene Benko und seine Frau Nathalie

Während der Prozess gegen die Benkos in vollem Gang ist, ist es auch das erste Wiedersehen der Eheleute Nathalie und Rene. Gleich zu Beginn suchte Benko immer wieder den Blickkontakt zu seiner Frau. Einen direkten Kontakt gab es nicht. Auch Nathalie schaut während des Prozesses immer wieder zu ihrem Mann.

 09:42

Nun kommt der Benko-Anwalt

Nun spricht erstmals der Benko-Anwalt Norbert Wess. Er hat Benko schon beim ersten Prozess in Innsbruck vertreten.

 09:41

Erstes Statement zu Ende

Die WKStA hat ihre Ausführungen beendet.

 09:39

Verraten Benko seinen eigenen Fotos?

Jetzt kommen die Fotos ins Spiel: Denn eine der Uhren, die er seinem Sohn geschenkt haben soll, trug er laut Bildern bereits einen Tag später wieder selbst. Benko selbst begründete das damit, dass er sich die Uhren später immer wieder mal ausborgte.

Laut WKStA müsste es bei solch hochpreisigen Geschenken auch eine Schenkungsmeldung an das Finanzministerium geben, die gab es aber nicht.

 09:33

Alle Hintergründe

Jetzt wird ausgeführt, wie man überhaupt auf den Tresor bei Verwandten von Nathalie gekommen ist. Einen ersten Verdacht gab es, nachdem der Insolvenzverwalter Versicherungspapiere für Uhren fand, aber nicht die zugehörigen Uhren. Der entscheidende Hinweis kam dann von einem ehemaligen Leibwächter Benkos, der von dem Tresor bei Verwandten sprach, so die Ausführung der WKStA.

 09:31

HIER ist Nathalie Benko

ABD_20251210_ABD0008.HR.jpg © apa

 09:26

Darum geht es

Benko wird vorgeworfen, elf Armbanduhren, Manschettenknöpfe und Bargeld vor seinen Gläubigern versteckt zu haben. Das Ganze soll er in einem Tresor gebunkert haben und diesen Tresor bei seiner Frau Nathalie deponiert haben.

 09:25

Jetzt ist die WKStA am Wort.

Benko und seiner Frau, als Beitragstäterin, wird betrügerische Krida vorgeworfen.

 09:23

Die Sitzordnung

Im aktuellen Gerichtsverfahren um René Benko sitzt seine Ehefrau Nathalie Benko hinter ihrem Anwalt Michael Hohenauer. Zwischen ihr und ihrem Mann, dem U-Häftling, steht eine Sicherheitsbeamtin

 09:22

Trinken im Gericht

Für Rene Benko gibt es Red Bull, ein Wachmacher, doch ohne Zucker.

 09:18

Es geht los

Während die beiden Benkos immer wieder Blickkontakt suchen, beginnt im Gericht die Befragung. Die erste Routine vor Gericht: Name, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft und dergleichen. Für Rene und Nathalie wird es jetzt ernst.

 09:16

Benko und seine Frau

Benko sucht Blickkontakt zu seiner Frau. Es gibt aber keinen Kontakt, keine Berührung oder eine Umarmung. Er wirkt angespannt - doch konzentriert. Immer wieder schaut er zu seiner Frau. Nathalie hat offensichtlich gewartet, bis die Kameras weg sind.

 09:14

Nathalie Benko ist da

 09:12

Hier ist Rene Benko.

ABD_20251210_ABD0002.HR.jpg © apa

ABD_20251210_ABD0003.HR.jpg © apa

ABD_20251210_ABD0004.HR.jpg © apa

 09:10

Immer noch warten auf Nathalie Benko.

Keine Spur von der Benko-Frau. Jetzt müssen die Kamerateams und Fotografen den Gerichtssaal verlassen. Es wird ernst und der zweite Benko-Prozess startet. Ab sofort gilt: FOTO-Verbot im Gericht.

Auch die Richterin und die Schöffen sind da.

 09:02

Das erste Foto von Benko

Hier ist Benko bei seinem zweiten Prozess

Benko © oe24

Benko © oe24

 08:58

Rene Benko kommt ins Gericht

Jetzt ist er da. Auf seine Frau Nathalie heißt es noch warten.

 08:57

Benko-Anwalt schon da

Norbert Wess und sein Kollege sind schon auf ihren Plätzen. Sie sind die Anwälte von Rene Benko.

 08:47

Jetzt öffnet der Gerichtsaal

Rund 40 Journalistinnen und Journalisten warteten vor dem Einlass. Insgesamt werden rund 50 Medienvertreter erwartet. oe24 ist im Gericht!

 08:44

Was Benko heute droht

Benko könnte bei einer möglichen Verurteilung mit einer Zusatzstrafe von bis zu zehn Jahren Haft rechnen. Diese würde unter Berücksichtigung des Urteils vom 15. Oktober ausgesprochen werden.

Die WKStA wirft Benko vor, einen Schaden von mehr als 300.000 Euro verursacht zu haben. Sollte das Gericht dieser Einschätzung folgen und den Schaden in dieser Höhe feststellen, sieht der Strafrahmen eine Haftstrafe von einem bis zehn Jahren vor.

Die genaue Höhe der Strafe könnte sich auch nach dem Urteil vom 15. Oktober richten, das als Grundlage für die mögliche Zusatzstrafe dient.

 08:38

Gesamtschaden von 300 Millionen Euro

14 Ermittlungsstränge. Dass er bald aus der U-Haft entlassen wird, gilt jedenfalls als unwahrscheinlich: Die WKStA ermittelt im Verfahrenskomplex rund um die Signa-Pleite an 14 verschiedenen Sachverhaltssträngen. Die Vorwürfe reichen von betrügerischer Krida über Untreue und schweren Betrug bis hin zu Gläubigerbegünstigung und För¬derungsmissbrauch. Der ermittlungsgegenständliche Gesamtschaden belaufe sich aktuell auf rund 300 Mio. Euro, so die Staatsanwaltschaft.

 08:32

oe24 ist im Gericht!

Um 9.30 öffnet das Gericht für die Presse, dann ist oe24 LIVE im Gericht, wenn der zweite Prozess gegen Rene Benko beginnt. Diesmal auch auf der Anklagebank: Nathalie Benko. Es ist der Prozess des Jahres, ganz Österreich schaut nach Innsbruck.

IMG_9071.jpeg

 08:32

Zwei Prozess-Tage, es drohen bis 10 Jahre Haft

Die Verhandlung am Mittwoch ist jedenfalls von 9 bis 18 Uhr angesetzt, ein zweiter Prozesstag ist für kommenden Dienstag terminisiert. Ob der zweite Tag allerdings tatsächlich in Anspruch genommen werden muss, ist – ob des recht einfachen Sachverhalts – zu bezweifeln. Sollten dann auch noch beide Ehepartner nicht einvernommen werden wollen, ist wohl mit einem Turbo-Urteil zu rechnen.

 08:28

Vor dem Gericht

Die ersten Bilder vor dem Innsbrucker Gericht

IMG_9069.jpeg

 08:25

Darum geht es heute

Nathalie Benko wird als Beitragstäterin geführt – eine offizielle Bestätigung dafür, dass es sich bei der Zweitangeklagten um Benkos Frau handelt, gibt es aber nicht. Jedenfalls soll der Tiroler Signa-Gründer elf hochpreisige Uhren, Manschettenknöpfe, Uhrenarmbänder sowie 120.000 Euro Bargeld in einem Tresor von Verwandten („Moni und Berni“) von Nathalie verborgen haben. Der Gesamtwert: 370.000 Euro. Damit drohen beiden ein bis zehn Jahre Haft. Beide streiten die Vorwürfe allerdings ab, für sie gilt die Unschuldsvermutung.

 08:21

Guten Morgen aus Wien und Innsbruck!

oe24 ist LIVE vor Ort in Innsbruck, wenn der zweite Benko-Prozess beginnt. Heute stehen Rene Benko und seine Frau Nathalie vor Gericht. Im LIVE-Ticker auf oe24 und LIVE bei oe24.TV verpassen Sie nichts: Alle Infos, Breaking News, Analysen und Hintergründe.