BNP Paribas droht schlechteres Rating bei Strafe

Eine drohende Milliardenstrafe wegen möglicher Verstöße gegen US-Sanktionen könnte die französische Großbank BNP Paribas ihre gute Kreditwürdigkeit kosten. Die Ratingagentur S&P erklärte, eine Abwertung der Bonitätsnote zu prüfen. Eine Strafe könnte die Kapitalisierung sowie die Geschäfte der Bank beeinträchtigen, hieß es zur Begründung.

Das größte französische Geldhaus steht im Verdacht, bei Geschäften mit dem Iran, Kuba oder dem Sudan jahrelang gegen US-Recht verstoßen zu haben. Das "Wall Street Journal" berichtete jüngst von einer möglichen Rekordstrafe von 10 Milliarden Dollar sowie der Forderung nach personellen Konsequenzen innerhalb der Bank. Sogar Frankreichs Staatschef Francois Hollande hat sich mittlerweile eingeschaltet; er geißelte eine solche Strafe gegenüber seinem US-Amtskollegen Barack Obama als unverhältnismäßig.

BNP Paribas genießt bei der Ratingagentur S&P eine gute Bonitätsnote von "A+". Diese könnte je nach Ausgang des Verfahrens um eine Stufe in den befriedigenden Bereich gesenkt werden. Eine solche Abstufung kann die Geschäfte der Bank verteuern und erschweren. Es sei allerdings noch ungewiss, in welcher Form und in welcher Höhe eine Strafe komme, erklärte S&P. Möglicherweise bleibe die Note auch bestehen.

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