Celesio-Aktionäre lassen sich von McKesson-Offert nicht locken

Die geplante Übernahme des deutschen Pharmahändlers Celesio wird für den US-Konzern McKesson immer mehr zur Zitterpartie. Auch wenige Tage vor Ablauf der Frist für ihr milliardenschweres Übernahmeoffert konnten die Amerikaner nur eine geringe Anzahl von Celesio-Aktionären für ihre Pläne begeistern.

Bis zum Nachmittag des 3. Jänner seien ihr 969.774 Celesio-Aktien angedient worden, teilte die McKesson-Gesellschaft Dragonfly im Internet mit. Das entspreche 0,57 Prozent des Aktienkapitals. Einen Tag zuvor waren es 0,37 Prozent oder 634.968 Aktien gewesen. Bei Übernahmeprozessen kommt es allerdings häufig vor, dass sich Aktionäre bis unmittelbar vor Ablauf eines Angebots zurückhalten. McKesson bietet 23 Euro je Celesio-Aktie.

Bis zum 9. Jänner um 24.00 Uhr muss McKesson mindestens 75 Prozent der Celesio-Anteile und von zwei Wandelanleihen eingesammelt haben, damit die Übernahme klappt. Genau diese Hürde könnte sich aber als Stolperstein herausstellen, da der amerikanische Hedge-Fonds Elliott sich mit einem Anteil von 22,7 Prozent - Wandelanleihen eingerechnet - bei Celesio eingekauft hat und auf ein höheres Offert pocht. Elliott drohte bereits damit, die Übernahme scheitern zu lassen, sollte McKesson das Angebot nicht erhöhen.

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