Verhandlungen schreiten voran

Deutsche Börse bleibt an Warschauer Börse dran

Die Deutsche Börse hat ihr Interesse an der Warschauer Börse bekräftigt. "Das Projekt schreitet voran", sagte ein Sprecher in Frankfurt.

Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, dass neben der Deutschen Börse nur noch die NYSE Euronext und Nasdaq OMX eine Mehrheitsbeteiligung an der Börse in Warschau anstrebten.

Die Wiener Börse wurde von Anfang an vom zuständigen Schatzministerium als möglicher Käufer ausgeschlossen, weil sie der Hauptkonkurrent der Warschauer Börse in Zentral- und Osteuropa ist. Die London Stock Exchange (LSE) sei dagegen nicht mehr an einer Mehrheitsbeteiligung interessiert, da der größte Börsenplatz in Osteuropa nicht zur Strategie des seit Mai amtierenden LSE-Chefs Xavier Rolet passe, schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Der polnische Staat will sich von der Mehrheit an der Warschauer Börse trennen. Die Interessenten haben dem Bericht zufolge noch bis 28.10. Zeit, ihre Gebote beim Finanzministerium einzureichen.