Deutsche Industrie zieht kräftig an

Die deutsche Industrie ist im November so stark gewachsen wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 0,8 auf 52,5 Punkte, teilte das Markit-Institut am Donnerstag mit. Ökonomen hatten 52,0 Punkte erwartet. "Unsere Daten deuten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2013 noch einmal mächtig Dampf macht", sagte Markit-Experte Tim Moore.

Auch bei den Dienstleistern zogen die Geschäfte an. Hier kletterte das Barometer um 1,6 auf 54,5 Zähler und erreichte den höchsten Wert seit neun Monaten. Hier waren nur 53,0 Punkte erwartet worden. Ab einem Wert von 50 wird Wachstum signalisiert.

Markit zufolge verbuchte die deutsche Wirtschaft den stärksten Anstieg der Aufträge seit zweieinhalb Jahren. Die Industrie meldete dabei den kräftigsten Anstieg der Bestellungen aus dem Ausland seit Februar, obwohl die Nachfrage aus der Eurozone schwach blieb. "Damit stehen die Chancen gut, dass sich der Aufschwung auch in den kommenden Monaten fortsetzt", sagte Moore. "Da die Auftragsbestände so zügig stiegen wie seit Mitte 2011 nicht mehr, spricht einiges dafür, dass die Investitionen und der Beschäftigungsmotor im Zuge der weiteren Konjunkturbelebung ebenfalls wieder anspringen."

Das Bruttoinlandsprodukt war im Sommer um 0,3 Prozent gewachsen. Für das vierte Quartal sagen Ökonomen ein Plus von 0,4 Prozent voraus.

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