Deutsche Rheinmetall will Algerien aufrüsten

Die schwächelnde Rüstungssparte der deutschen Rheinmetall könnte durch einen milliardenschweren Panzerauftrag aus Algerien Auftrieb bekommen. Nachdem bereits vor drei Jahren der Bundessicherheitsrat grünes Licht für das Projekt gegeben hat, steht der Vertragsabschluss nun offenbar kurz bevor. An der Börse sorgte ein entsprechender Bericht des "Handelsblatt" am Mittwoch für einen Kurssprung.

Die Aktie des Rüstungskonzerns setzte sich mit einem Plus von bis zu 3,6 Prozent an die MDax-Spitze. Ein Händler sagte: "Dass Rheinmetall und Algerien miteinander verhandeln, ist schon länger bekannt, offenbar kommt am Markt heute aber gut an, dass sie kurz vor einer Einigung stehen." Rheinmetall wollte zu dem Pressebericht keine Stellungnahme abgeben.

Der deutsche Bundessicherheitsrat hatte früheren Angaben aus Industriekreisen zufolge grundsätzlich grünes Licht für deutsche Rüstungs- und Sicherheitsprojekte in Algerien gegeben. Konkret sollt es um vier Vorhaben mit einem Volumen von 10 Mrd. Euro auf zehn Jahre gehen, hatte die Nachrichtenagentur Reuters im Juli 2011 erfahren. Die Konzerne Rheinmetall und MAN wollten mit ihrem Joint Venture RMMV den Transportpanzer Fuchs in Algerien bauen.

Rheinmetall wird in den kommenden Wochen einen Vertrag zur Produktion von 980 Panzern des Typs "Fuchs 2" unterzeichnen, wie das "Handelsblatt" ohne Angabe von Quellen berichtete. Geliefert werde eine komplette Panzerfabrik. Der Auftrag habe ein Gesamtvolumen von 2,7 Mrd. Euro, so der Bericht.

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