Deutsche Verbraucherpreise nur wenig gestiegen

Günstigere Benzinpreise dämpfen die Inflation in Deutschland. Die Verbraucherpreise stiegen im August nur noch um 1,5 Prozent zum Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im April mit 1,2 Prozent. Im Juli hatten steigende Nahrungsmittelpreise die Teuerungsrate noch auf ein Jahreshoch von 1,9 Prozent getrieben. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten bis knapp unter 2 Prozent von stabilen Preisen.

Lebensmittel verteuerten sich auch diesmal mit 4,9 Prozent überdurchschnittlich stark, wobei für Obst 7,4 Prozent und für Gemüse 7,0 Prozent mehr verlangt wurden. Ein Grund dafür sind geringere Ernteerträge nach dem nassen Frühjahr und dem heißen Sommer. Butter verteuerte sich sogar um ein Drittel. Dagegen zahlten die Verbraucher an den Zapfsäulen weniger: Benzin und Diesel verbilligten sich um 4,5 Prozent im Vergleich zu August 2012. Leichtes Heizöl kostete sogar 8,1 Prozent weniger.

Nach Prognose des Münchner Ifo-Instituts werden die Verbraucherpreise in diesem Jahr um durchschnittlich 1,6 Prozent steigen. 2014 sollen sie um 1,8 Prozent zulegen, "da sich der heimische Preisauftrieb angesichts der guten Konjunktur etwas verstärkt".