Deutscher Einzelhandel im Oktober schwach

Die deutschen Einzelhändler haben einen schwachen Auftakt ins vierte Quartal hingelegt. Im Oktober lagen ihre Umsätze 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Sie sanken damit bereits zum zweiten Mal in Folge. Real, also preisbereinigt gab es ein Minus von 0,8 Prozent. Ökonomen hatten nach einem schwachen September steigende Umsätze erwartet.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze nominal um 0,8 Prozent, real sanken sie jedoch um 0,2 Prozent. Zum nominellen Plus trug der boomende Internet- und Versandhandel maßgeblich bei. Dessen Umsatz kletterte um 4,8 Prozent. Supermärkte und Warenhäuser kamen auf ein Plus von 4,2 Prozent. Das größte Minus musste der sogenannte sonstige Einzelhandel - wozu Bücher und Schmuck gehören - mit 5,3 Prozent hinnehmen.

In den ersten zehn Monaten des Jahres legte der Einzelhandelsumsatz um 1,5 Prozent zu. Der Branchenverband HDE erwartet fürs Gesamtjahr ein Plus von 1,2 Prozent. Dazu soll auch das Weihnachtsgeschäft beitragen. Für Dezember sagen die GfK-Marktforscher einen Anstieg ihres Konsumbarometers auf 7,4 Punkte voraus - das wäre der beste Wert seit sechs Jahren. Gründe dafür sind die Rekordbeschäftigung, die geringe Inflation sowie niedrige Zinsen, die das Sparen unattraktiv machen.

Mehr dazu